Volkswagen kämpft mit Kurssturz und China-Krise – doch die E-Wende geht weiter
Antoinette HettnerVolkswagen kämpft mit Kurssturz und China-Krise – doch die E-Wende geht weiter
Volkswagen steht unter wachsendem Finanzdruck, da der Aktienkurs fällt und die Exporte nach China stark einbrechen. Das Unternehmen hat nun ein strenges Sparprogramm eingeleitet und treibt gleichzeitig die Entwicklung neuer Elektroauto-Technologien voran. Aktuelle Tests des lenkradlosen Konzeptfahrzeugs markieren einen weiteren Schritt in Richtung zukünftiger Mobilitätslösungen.
Der Aktienkurs des Autokonzerns ist seit Januar um fast 19 Prozent gesunken und schloss am Freitag bei 86,04 Euro. Auch die deutschen Autoexporte nach China sind eingebrochen: Sie beliefen sich auf 13,6 Milliarden Euro – weniger als die Hälfte des Werts von 2022. Als Reaktion darauf kürzt Volkswagen die Ausgaben und verstärkt die lokale Produktion in wichtigen Absatzmärkten.
Um die Belegschaft zu motivieren, zahlt das Unternehmen den Mitarbeitenden im Mai eine Prämie von 1.250 Euro. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen voran. Die modulare Fahrzeugarchitektur (SDV-Plattform), die künftige Modelle für westliche Märkte tragen soll, hat nun umfangreiche Dauerlauftests erfolgreich bestanden. Das System steuert zuverlässig kritische Funktionen wie Allradantrieb und Traktionskontrolle.
Darüber hinaus testet Volkswagen das Konzeptfahrzeug Gen.Urban – ohne klassisches Lenkrad – im realen Stadtverkehr in Wolfsburg. Bei Škoda wiederum steht der Start des kompakten Elektro-SUV Epiq für den Herbst 2026 an, was das Elektroangebot der Gruppe weiter ausbaut.
Mit den Sparmaßnahmen und Prämienzahlungen will Volkswagen die Geschäfte angesichts sinkender Exporte und Aktienkurse stabilisieren. Da die SDV-Plattform nun validiert ist und Modelle wie der Epiq in den Startlöchern stehen, treibt der Konzern seine Elektrostrategie konsequent voran. Die Tests des Gen.Urban unterstreichen zudem Fortschritte bei autonomem Fahren.






