17 April 2026, 12:34

Deutsche Industrie im Aufbruch: Warum der Wandel überraschend positiv verläuft

Mercedes-Benz-Fabrik in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, Grünfläche, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Deutsche Industrie im Aufbruch: Warum der Wandel überraschend positiv verläuft

Drei neue Studien zeigen: Die deutsche Industrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel – und der fällt überraschend positiv aus. Forscher des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung bewerten die Entwicklungen als "absolut positiv". Von einer flächendeckenden Deindustrialisierung, wie vielfach befürchtet, ist demnach vorerst keine Rede.

Die Analysen zeigen: 76 Prozent der Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe entfallen auf Branchen, deren Nachfrage in den vergangenen fünf Jahren gestiegen ist. Die meisten Industrieunternehmen setzen mittlerweile auf wachstumsstarke Produkte in ihren Portfolios. Selbst traditionell stabile Bereiche wie die Metallverarbeitung oder die Chemieverarbeitung verzeichnen in hochdynamischen Segmenten deutliche Expansionsschübe.

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Eine Ausnahme bildet die Automobilbranche. Hier hat sich der Wettbewerb verschärft, und die Exporte nach China sind um die Hälfte eingebrochen. Anders als andere Industrien gelingt es dem Sektor kaum, sich auf zukunftsträchtige Produkte umzustellen.

Die Forscher raten der Politik, Innovationen zu fördern statt veraltete Strukturen zu schützen. Angesichts des schrumpfenden Arbeitskräftepotenzials in Deutschland schlagen sie vor, Produkte künftig im Inland zu entwickeln, die Produktion aber ins Ausland zu verlagern.

Die Ergebnisse widerlegen die Sorgen vor einer Deindustrialisierung und belegen robustes Wachstum in Schlüsselbranchen. Doch die Schwierigkeiten der Autoindustrie zeigen: Der Wandel verläuft nicht überall gleichmäßig. Künftige Politiken müssten daher Innovationsförderung mit den Realitäten des Arbeitsmarktes in Einklang bringen.

Quelle