17 April 2026, 12:35

Hitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz sieben Millionen Dollar

Vintage-Plakat aus den 1920er Jahren mit einem Mercedes-Benz-Auto, das vor einem modernen Gl├Ąserturm mit zwei Insassen geparkt ist, mit 'Mercedes-Benz'-Text unten.

Hitlers Mercedes 770 bleibt unversteigert – trotz sieben Millionen Dollar

Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, wurde versteigert, fand jedoch keinen Käufer. Der luxuriöse Paradewagen, den der NS-Diktator zwischen 1939 und 1943 nutzte, erzielte zwar ein Höchstgebot von sieben Millionen Dollar – doch der Verkäufer lehnte das Angebot ab. Experten hatten den Wert des Fahrzeugs auf bis zu neun Millionen Dollar geschätzt, angesichts seiner historischen Bedeutung und Seltenheit.

Der Mercedes-Benz 770 von 1939, auch als Großer Mercedes bekannt, wurde nach Hitlers strengen Vorgaben maßgefertigt. Zu den Besonderheiten zählten eine verstärkte Windschutzscheibe und gepanzerte Seitenwände, die sowohl Schutz als auch Repräsentation bieten sollten. Angetrieben von einem 7,7-Liter-Reihenchmotor mit 230 PS erreichten ungepanzerte Versionen Geschwindigkeiten von bis zu 170 km/h.

Nur 88 dieser Modelle wurden jemals gebaut, was die Exklusivität des Wagens noch steigert. Hitler setzte ihn häufig bei Paraden ein und nutzte ihn für den Transport ausländischer Staatsführer, darunter Benito Mussolini und Kaiser Hirohito. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten das Fahrzeug und brachten es in die USA, wo es seitdem akribisch konserviert wurde.

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Bei der Auktion stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen Dollar, doch der Verkäufer lehnte ab – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis. Branchenkenner hielten das Angebot für angemessen, da die Schätzungen vor dem Verkauf zwischen sieben und neun Millionen Dollar lagen. Ursprünglich war der Wagen für 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro) in der viertürigen Version oder für 47.500 Reichsmark (196.000 Euro) als Siebensitzer verkauft worden.

Die Versteigerung endete ohne Verkauf, sodass die Zukunft des Fahrzeugs ungewiss bleibt. Seine Seltenheit, die historischen Bezüge und die lückenlos dokumentierte Herkunft machen es zu einem der begehrtesten Relikte dieser Epoche. Die Ablehnung des Sieben-Millionen-Angebots deutet darauf hin, dass der Verkäufer von einem weiteren Wertanstieg ausgeht.

Quelle