Kleinbäuer:innen fordern mehr Klimahilfen – doch nur 0,36 Prozent fließen direkt zu ihnen
Antoinette HettnerKleinbäuer:innen fordern mehr Klimahilfen – doch nur 0,36 Prozent fließen direkt zu ihnen
Bäuerliche Familienbetriebe erzeugen mehr als die Hälfte der weltweiten Nahrungskalorien und sichern damit den Lebensunterhalt in ländlichen Regionen rund um den Globus. Nun haben Vertreter:innen, die 95 Millionen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern repräsentieren, zu direkten Investitionen aufgerufen, um sie bei der Bewältigung der Klimakrise zu unterstützen.
Delegierte aus Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Pazifikraum kamen zusammen, um mehr Unterstützung einzufordern. Esther Penunia, Stephen Muchiri und Thomas Patriota betonten, dass Kleinbäuer:innen aktive Partner im Klimaschutz seien – und nicht bloße Empfänger von Hilfsleistungen. Gleichzeitig warnten sie vor den Folgen von El Niño für Niederschläge und Ernteerträge.
Aktuell fließen nur 0,36 Prozent der internationalen Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen direkt an Kleinbäuer:innen. Das Bündnis Family Farmers for Climate Action schlug daher einen neuen Fonds für Widerstandsfähigkeit und Ermächtigung von Bäuer:innen vor, um diese Lücke zu schließen. Als Lösungsansätze wurden bäuerlich geführte Initiativen wie agroökologische Methoden hervorgehoben, die die Widerstandsfähigkeit stärken und die Artenvielfalt schützen.
Klimaschocks erschüttern landwirtschaftliche Gemeinschaften und treiben die Nahrungsmittelpreise in die Höhe – mit Folgen für die globale Sicherheit. Die Vertreter:innen forderten mehr direkte Finanzhilfen, um Kleinbäuer:innen bei der Anpassung und Aufrechterhaltung der Produktion zu unterstützen. Ohne solche Maßnahmen werden die Risiken für die weltweite Ernährungssicherheit weiter steigen.
