GSM-R-Ausfall der Bahn legt Güterverkehr bundesweit lahm und offenbart Systemrisiken
Antoinette HettnerGSM-R-Ausfall der Bahn legt Güterverkehr bundesweit lahm und offenbart Systemrisiken
Deutschlandweit ausgefallen: GSM-R-Funknetz der Bahn legt Verkehr lahm
Der bundesweite Ausfall des GSM-R-Funknetzes der Deutschen Bahn hat schwerwiegende Lücken in den Notfallprotokollen offenbart und die ohnehin bestehenden Betriebsprobleme im Güterverkehr weiter verschärft. Güterbahnunternehmen kämpfen seitdem mit anhaltenden Störungen, die Lieferketten belasten und das Personal an die Grenzen bringen.
Der Ausfall folgt auf das mehrtägige Chaos an Christi Himmelfahrt, als Probleme in den Fahrplanbüros und Leitstellen die Bahnoperationen zusätzlich unter Druck setzten. Güterverkehrsunternehmen berichten von einem Dauer-Krisenmodus: Lieferketten stehen unter Spannung, Mitarbeiter sind überlastet.
Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Netzwerks Europäischer Eisenbahnverkehrsunternehmen (NEE), kritisierte die DB InfraGO scharf, weil diese die wachsenden Herausforderungen nicht in den Griff bekomme. Der Verband warnt, dass die wirtschaftlichen Folgen für die Güterverkehrsbranche noch nicht absehbar seien. Er fordert das Verkehrsausschuss des Bundestags auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Störungen zu beheben und die Schieneninfrastruktur zu stabilisieren.
Zudem verlangt der Verband eine stärkere bundesweite Aufsicht über die DB InfraGO. Sein Vorschlag sieht die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur vor, das die Steuerung und Überwachung des Betreibers übernehmen soll.
Der Verband drängt die Bundesregierung zum entschlossenen Handeln. Gefordert werden Sofortmaßnahmen, um die Stabilität wiederherzustellen und weitere Schäden für den Güterverkehr zu verhindern. Die Forderung nach einer neuen Bundesbehörde unterstreicht das Verlangen nach langfristigen strukturellen Reformen.
