Wie Nils von der Kall die Zeit in eine ungewisse Medienzukunft führt
Antoinette HettnerWie Nils von der Kall die Zeit in eine ungewisse Medienzukunft führt
Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit und löste damit den langjährigen Verleger Rainer Esser ab. Unter seiner Führung haben die Abonnentenzahlen der Zeitung einen historischen Höchststand erreicht. Nun setzt er eine neue strategische Ausrichtung, um den Erfolg des Blattes über das Jahr 2030 hinaus zu sichern.
Von der Kall hat deutlich gemacht, dass sich die Medienbranche nicht länger auf "Weiter so" verlassen kann. Er beschreibt seine Rolle als "letzte Instanz" bei der Zeit – eine Position, die er als "grundlegend anders" im Vergleich zu seinen früheren Aufgaben bezeichnet. Angesichts rückläufiger Werbeeinnahmen sieht er die gesamte Branche vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen.
Aktuell überprüft er sämtliche Geschäftsbereiche des Verlags. Sein Ziel ist es, die Unternehmensstrategie an die künftigen Herausforderungen anzupassen. Zwar sind die Abonnements gewachsen, doch von der Kall erkennt, dass weiterreichende Reformen nötig sind, um die Zeit in einem sich rasant wandelnden Medienumfeld wettbewerbsfähig zu halten.
Zu den Plänen des neuen Chefs gehört eine umfassende Bestandsaufnahme der Verlagsaktivitäten. Sein Fokus liegt darauf, die Position der Zeit in einer Branche zu festigen, in der traditionelle Geschäftsmodelle keine Stabilität mehr garantieren. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie seine Strategie die langfristige Zukunft der Zeitung prägt.






