Wie das Expertenverzeichnis für Energieeffizienz Deutschlands Sanierungsförderung steuert
Birte SchülerWie das Expertenverzeichnis für Energieeffizienz Deutschlands Sanierungsförderung steuert
Expertenverzeichnis für Energieeffizienz: Deutschlands Schlüssel für geförderte Gebäudesanierungen
Seit mehr als einem Jahrzehnt spielt das Expertenverzeichnis für Energieeffizienz eine zentrale Rolle bei der Förderung von Gebäudesanierungen und Modernisierungen in Deutschland. Die 2011 eingeführte Datenbank stellt sicher, dass nur zertifizierte Fachleute Zugang zu staatlichen Fördermitteln für energiesparende Projekte erhalten. Ohne entsprechende Qualifikation können Experten diese finanziellen Anreize für Hausbesitzer oder Projektentwickler nicht freischalten.
Das Verzeichnis entstand durch eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der KfW-Bankengruppe. Ziel war es, die Fachkompetenz im Bereich energieeffizientes Bauen und Sanieren zu standardisieren. Im Laufe der Zeit wurde das System auf ein breiteres Spektrum an Projekten ausgeweitet.
Seit 2023 liegt die Verantwortung für die Förderung im Neubausektor beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), das die Initiative nun mitträgt. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) bleibt weiterhin für die Pflege und Aktualisierung des Verzeichnisses zuständig – dazu gehören die Überprüfung der Qualifikationen sowie die Sicherstellung, dass die Liste stets auf dem aktuellen Stand ist.
Zertifizierte Experten sind nach wie vor unverzichtbar für alle, die staatliche Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite beantragen möchten. Ohne ihre Bestätigung können Eigentümer keine Förderprogramme nutzen, die darauf abzielen, den Energieverbrauch und die Emissionen zu senken. Die genaue Zahl der im Jahr 2024 gelisteten Fachleute wurde jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben.
Das Verzeichnis fungiert weiterhin als Tor zu Fördermitteln für energieeffiziente Gebäude. Hausbesitzer und Projektentwickler müssen mit den dort aufgeführten Experten zusammenarbeiten, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. Die Kooperation zwischen den Bundesbehörden und der dena sorgt dafür, dass das System mit den Klimaschutz- und Wohnungsbauzielen Deutschlands im Einklang bleibt.