Versteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert – Mindestgebot verfehlt
Antoinette HettnerVersteigerung des Berliner Quartier 206 scheitert – Mindestgebot verfehlt
Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert, nachdem das Mindestgebot nicht erreicht wurde. Das Objekt, dessen Marktwert auf rund 187 Millionen Euro geschätzt wird, zog lediglich zwei Angebote an – das höchste lag deutlich unter den Erwartungen. Damit bleibt die Zukunft des Standorts vorerst ungewiss.
Die Auktion stand unter der Aufsicht des Amtsgerichts Mitte. Zwar wurden zwei Gebote abgegeben, doch das höchste belief sich auf nur 40 Millionen Euro – weniger als die Hälfte des geschätzten Wertes. Nach deutschem Recht darf ein Verkauf nicht stattfinden, wenn das höchste Gebot unter 50 Prozent des Marktwerts liegt.
Das Gericht hatte seine Entscheidung zunächst bis zu diesem Freitag vertagt. Trotz der Verzögerung bestätigte das endgültige Urteil das Scheitern der Versteigerung. Allerdings ist der Beschluss noch nicht rechtskräftig: Beteiligte Parteien haben nun zwei Wochen Zeit, beim Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen.
Das Quartier 206 liegt prominent zwischen dem ehemaligen Galeries Lafayette und dem Quartier 205 an der Friedrichstraße. Aufgrund seiner Lage zählt es zu den bedeutendsten Gewerbeimmobilien Berlins, was das enttäuschende Auktionsergebnis umso gewichtiger macht.
Mit dem gescheiterten Verkauf bleibt das Quartier 206 vorerst in der Schwebe – ein Käufer ist nicht in Sicht. Da das Urteil noch angefochten werden kann, könnte sich das Verfahren weiter hinziehen. Bis auf Weiteres bleiben Eigentumsverhältnisse und nächste Schritte ungeklärt.






