Ulm kapituliert: Narren übernehmen das Rathaus mit scherzhaftem Staatsstreich

Birte Schüler
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Ein Mann in einem Kostüm steht auf einem geschmückten, beleuchteten Festwagen in einer Stadtparade, mit einem Gebäude mit Fenstern und Geländern im Hintergrund.Birte Schüler

Ulm kapituliert: Narren übernehmen das Rathaus mit scherzhaftem Staatsstreich

Ulm hat sein Rathaus an die Narren verloren. Während der Fasnetsfeiern übernahmen die örtlichen Jecken das Gebäude in einem scherzhaften Staatsstreich. Die Stadtverantwortlichen traten wie jedes Jahr im Rahmen der Traditionen der "fünften Jahreszeit" freiwillig zurück.

Der Machtwechsel begann mit einer Reihe humorvoller Herausforderungen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher, verkleidet als "Super Martin", und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger, kostümiert als Prinzessin Peach, machten mit. Gemeinsam mit Stadträten maßen sie sich im Limbo-Tanz, bauten menschliche Pyramiden und beantworteten Quizfragen.

Trotz symbolischen Widerstands gab die Stadtverwaltung schließlich nach. Die Beamten anerkannten das Spektakel als alte Fasnet-Tradition und verzichteten auf die Durchsetzung der üblichen Regeln. Die Narren werden das Rathaus nun bis zum Faschingsdienstag besetzen.

Die symbolische Übergabe markiert einen vorübergehenden Machtwechsel: Für einige Tage läuft der Verwaltungsbetrieb unter der Herrschaft der Jecken weiter. Die Tradition unterstreicht die Verbundenheit der Region mit den ausgelassenen Fasnetsbräuchen.

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