Thüringer Imker hoffen nach stabilem Winter auf bessere Bienen-Saison
Goran BolnbachKalter Winter hilft Thüringens Bienen - Sorgen bleiben - Thüringer Imker hoffen nach stabilem Winter auf bessere Bienen-Saison
Imker in Thüringen blicken nach stabilem Winter vorsichtig optimistisch in die Zukunft
Die frostigen Bedingungen in der Region ermöglichten es den Bienen, ungestört zu ruhen – ohne plötzliche Temperaturschwankungen. Dennoch bleiben Herausforderungen wie Schädlinge und wirtschaftliche Belastungen für Berufsimker bestehen.
Der kalte Winter brachte in diesem Jahr beständigen Schnee mit sich, was den Bienen eine Phase der ungestörten Winterruhe bescherte. Anders als in Jahren mit stark schwankenden Temperaturen waren die Völker keinem Stress durch abruptes Erwärmen oder Abkühlen ausgesetzt. Folglich verzeichneten die Imker über die Saison hinweg keine größeren Verluste.
Früher Frühlingsbeginn: Segen und Risiko zugleich Ein frühes Erwachen im Frühjahr birgt sowohl Vor- als auch Nachteile. Zwar bieten frühe Blüher wie die Palmkätzchen lebenswichtigen Pollen für die jungen Bienen, doch ein plötzlicher Kälteeinbruch könnte ihr Überleben gefährden. Der Zeitpunkt des natürlichen Erwachens bleibt unberechenbar.
Varroa-Milbe bleibt größte Bedrohung Die Varroa-Destruktor-Milbe stellt weiterhin eine ernste Gefahr dar: Sie schwächt die Brut und verbreitet Krankheiten. Um dem entgegenzuwirken, arbeiten Zuchtprogramme an der Entwicklung resistenterer Honigbienenstämme. Langfristig soll so der Verlust von Völkern verringert werden.
Die Thüringer Imkerszene wird größtenteils von Hobbyimkern geprägt – rund 3.000 sind beim Landesverband registriert, doch die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen. Wirtschaftliche Herausforderungen, darunter die Konkurrenz durch billigen Import-Honig, haben die Zahl der Berufsimker in der Region auf nur noch 10 bis 15 schrumpfen lassen.
Ohne größere Winterverluste starten Thüringens Imker stärker in die neue Saison als in den Vorjahren. Nun gilt es, die Risiken des Frühlings und anhaltende Bedrohungen wie die Varroa-Milbe zu bewältigen. Für die wenigen Berufsimker kommt erschwerend der wirtschaftliche Druck hinzu – eine zusätzliche Unsicherheit in unsicheren Zeiten.