29 June 2026, 12:48

Spritpreise: Warum Diesel-Fahrer bei der Steuerermäßigung leer ausgingen

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Spritpreise: Warum Diesel-Fahrer bei der Steuerermäßigung leer ausgingen

Eine neue Studie des ifo-Instituts hat untersucht, wie stark die Senkung der Kraftstoffsteuer an die Autofahrer weitergegeben wurde. Die Ergebnisse widersprechen den Behauptungen des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), wonach die volle Ermäßigung bei den Verbrauchern angekommen sei. Für die Analyse wurden die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich verglichen, um die tatsächlichen Ersparnisse an der Zapfsäule zu ermitteln.

Laut ifo-Institut wurde der Rabatt auf Superbenzin fast vollständig an die Verbraucher weitergegeben. Bei Super E5 und Super E10 sanken die Preise um 17 bzw. 16 Cent pro Liter – fast exakt im Einklang mit der Steuersenkung. Bei Diesel sah die Lage jedoch anders aus: Hier wurde nur ein Teil des Nachlasses weitergereicht, sodass ein Teil der Ersparnis bei den Mineralölkonzernen verblieb.

Zu einem ähnlichen Schluss kam eine separate Untersuchung der Monopolkommission. Demnach unterschieden sich die Weitergabesätze zwischen Diesel und Benzin deutlich. Die Gesamtkosten der Kraftstoffsubvention für den Staat beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro.

Die Ermäßigung läuft Anfang Juli aus, woraufhin mit steigenden Spritpreisen zu rechnen ist. Trotz der erwarteten Teuerung gilt die Abschaffung der Subvention als richtiger Schritt. Analysten gehen zudem davon aus, dass sich die Preise stabilisieren könnten, falls die USA und der Iran eine Einigung über die Ölversorgung erzielen.

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Die ifo-Ergebnisse zeigen, dass nicht die gesamte Steuerermäßigung bei den Autofahrern ankam – insbesondere nicht bei Diesel. Mit dem Auslaufen des Rabatts dürften die Preise im Juli weiter steigen. An der Entscheidung der Regierung, die Maßnahme zu beenden, hält man trotz der zu erwartenden Belastung für die Verbraucher fest.

Quelle