14 April 2026, 06:33

Spahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor

Eine Europakarte, die die EU-Mehrwertsteuer-Sätze für 2014 mit Prozentangaben und Textbeschriftungen zeigt.

Spahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Der Vorstoß erfolgt im Rahmen der Überprüfung umfassender Mehrwertsteuer-Reformen durch die Koalition, um den wirtschaftlichen Druck zu mindern. Spahn deutete zudem eine mögliche Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes an, um das Haushaltsdefizit des Bundes zu verringern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Spahn argumentierte, dass die Streichung der Mehrwertsteuer auf lebenswichtige Lebensmittel als sozialer Ausgleich wirken würde. Haushalte mit niedrigem Einkommen geben einen größeren Teil ihres Verdienstes für tägliche Grundbedürfnisse aus und sind daher besonders anfällig für Preisschwankungen. Er verwies darauf, dass Mieten – bereits mehrwertsteuerfrei – in einem reformierten Steuersystem von Grundnahrungsmitteln begleitet werden könnten.

Ein umfassendes Reformpaket zur Mehrwertsteuer wird derzeit geprüft, wobei Spahn einräumte, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt. Zwar spreche die wirtschaftliche Logik für eine höhere Mehrwertsteuer, doch gebe es politischen Widerstand. Die Koalition wägt intern verschiedene Optionen ab, bevor sie konkrete Vorschläge der Öffentlichkeit vorstellt.

Die Maßnahme könnte auch helfen, die Inflation einzudämmen, die aufgrund steigender Öl- und Spritpreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran angestiegen ist. Spahn schlug vor, dass Anpassungen der Mehrwertsteuersätze die finanzielle Belastung der Haushalte mildern könnten, die mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.

Die Koalition wird ihre Pläne zur Mehrwertsteuer-Reform nach weiteren internen Beratungen finalisieren. Eventuelle Änderungen würden die Haushaltsbudgets direkt beeinflussen, insbesondere die von Geringverdienern. Das Ergebnis hängt davon ab, wirtschaftliche Notwendigkeiten mit politischer Umsetzbarkeit in Einklang zu bringen.

Quelle