22 April 2026, 06:50

Solinger Stadtrat lehnt bessere Schulhofbeleuchtung trotz Sicherheitsbedenken ab

Eingang zu einer kinderfreundlichen Schule mit einem zentralen Torbogen und -tür, zwei Unterständen auf beiden Seiten und einer Straße unten, mit Bäumen und Pflanzen im Hintergrund.

Solinger Stadtrat lehnt bessere Schulhofbeleuchtung trotz Sicherheitsbedenken ab

Antrag zur Verbesserung der Beleuchtung auf Solinger Schulhöfen vom Stadtrat abgelehnt

Ein Vorschlag zur Aufwertung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen ist vom Stadtrat abgelehnt worden. Die Initiative der Bürgerallianz für Solingen (BfS) zielte darauf ab, diese Flächen abends sicherer und einladender zu gestalten. Kritiker werfen der Entscheidung nun vor, sowohl Sicherheitsbedenken als auch ökologische Vorteile zu ignorieren.

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Die BfS hatte beantragt, moderne, energieeffiziente LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern und optional Photovoltaik-Anlagen zu installieren. Damit sollten sogenannte "Angsträume" – schlecht beleuchtete Bereiche, die viele Jugendliche nach Einbruch der Dunkelheit meiden – reduziert werden. Die Gruppe betonte zudem, dass eine bedarfsgerechte Beleuchtung den Energieverbrauch und die Kosten senken würde.

Sämtliche anderen Ratsfraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – stimmten einstimmig gegen den Antrag. BfS-Sprecher Paul Bender bezeichnete die Ablehnung als "katastrophales Signal" für Kinder, Familien und die gesamte Stadtgesellschaft. Er warf der Mehrheit vor, ihrer Verantwortung zum Schutz junger Menschen nicht nachzukommen und sie "im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln" zu lassen.

Bender verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die schlecht ausgeleuchtete Ecken als unsicher beschreiben. Die Entscheidung nannte er "heuchlerisch", angesichts der öffentlich bekundeten Unterstützung der Fraktionen für Klimaschutz und Sicherheit. Die BfS kündigte an, das Thema erneut in den Rat einzubringen und auf praktikable Lösungen zu drängen, die Sicherheit und Nachhaltigkeit vereinen.

Obwohl die BfS die Idee befürwortet, Schulhöfe für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, warnt sie, dass mangelnde Beleuchtung diese abends zu "No-Go-Areas" werden lässt. Die Gruppe argumentiert, ihr Plan habe einen sinnvollen Weg geboten, beide Anliegen zu adressieren.

Die BfS will weiterhin für besser beleuchtete und sicherere Schulhöfe kämpfen. Die Fraktion plant, das Thema in künftigen Ratssitzungen erneut aufzugreifen. Vorerst bleibt die abgelehnte Vorlage jedoch ohne unmittelbare Folgen – die Beleuchtung auf Solinger Schulgeländen ändert sich vorerst nicht.

Quelle