SEFE startet erste LNG-Lieferungen aus dem Oman trotz Golfkrise
Antoinette HettnerSEFE startet erste LNG-Lieferungen aus dem Oman trotz Golfkrise
Der deutsche Energieversorger SEFE hat mit den ersten Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) aus dem Oman begonnen. Die Anlieferungen markieren den Start eines langfristigen Abkommens, das 2023 unterzeichnet wurde – die vereinbarten Mengen treffen trotz der zunehmenden Spannungen in der Golfregion planmäßig ein.
Im Jahr 2023 hatte SEFE einen Vierjahresvertrag mit Oman LNG über jährliche Lieferungen von 0,58 Milliarden Kubikmetern Gas abgeschlossen. Der Vertrag soll ab 2026 in Kraft treten, doch die ersten Lieferungen sind nun bereits vorzeitig angelaufen. Ein Sprecher von SEFE bestätigte, dass die Auslieferungen wie vorgesehen verlaufen.
Die Golfregion ist derzeit von schweren Störungen betroffen, ausgelöst durch iranische Angriffe und eine Blockade der Straße von Hormus. Viele LNG-Exporte aus der Region liegen weiterhin lahm, was auch große Lieferanten wie Katar beeinträchtigt. Doch dank seiner Lage östlich des Engpasses bleibt der Oman von den Konflikten verschont – seine Lieferungen verlaufen ungehindert.
Anders als andere Golfproduzenten umgeht der Oman die Krisengebiete in der Nähe der Straße von Hormus mit seinen LNG-Routen. Dieser geografische Vorteil stellt sicher, dass die Lieferungen nach Europa, darunter auch nach Deutschland, ohne Unterbrechungen fortgesetzt werden können.
Die ersten LNG-Ladungen aus dem Oman sind bereits ohne Verzögerungen bei SEFE eingetroffen und sichern so eine stabile Versorgung trotz der regionalen Instabilität. Mit dem vollen Vertragsbeginn ab 2026 wird das Abkommen dazu beitragen, die Energieversorgung Deutschlands auf Jahre hinaus abzusichern.






