Schulgewalt in Deutschland eskaliert: Cybermobbing trifft fast jeden fünften Schüler
Antoinette HettnerSchulgewalt in Deutschland eskaliert: Cybermobbing trifft fast jeden fünften Schüler
Gewalttaten an deutschen Schulen nehmen dramatisch zu – fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen
Die Zahl der gewalttätigen Vorfälle an deutschen Schulen ist stark angestiegen, wobei mittlerweile fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen ist. Das Thema hat im Bundestag eine hitzige Debatte ausgelöst, da die Parteien uneins über Ursachen und Lösungsansätze sind. Zwei Anträge der rechtspopulistischen AfD haben die Diskussion nun erneut in den Fokus gerückt.
Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag, bestätigte, dass Gewalt und Mobbing an Schulen zunehmen. Sie betonte, dass viele Fälle auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten der Schüler zurückzuführen seien. Gleichzeitig zeigen Polizeiberichte einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle in allen Bundesländern.
Die AfD hatte zwei Anträge eingebracht, in denen eine bessere Erfassung von Schulgewalt sowie strengere Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing gefordert werden. Die stellvertretende Parteivorsitzende Beatrix von Storch warf Esken vor, das Problem zu verharmlosen, und brachte es direkt mit Migration in Verbindung. Esken wies diese Behauptung entschieden zurück und erklärte: "Migration ist nicht das Problem an unseren Schulen."
Vertreter von Union, Grünen und Linken erkannten zwar die Problematik an, kritisierten die AfD jedoch dafür, komplexe soziale Zusammenhänge zu vereinfachen. Trotz der Kontroversen wurden die Anträge zur weiteren Prüfung in die Ausschüsse überwiesen.
Die Debatte hat tiefe Gräben offenbart, wie mit Schulgewalt umgegangen werden soll. Zwar herrscht Einigkeit über den Handlungsbedarf, doch über die Ursachen gibt es weiterhin Streit. Die AfD-Vorschläge werden nun in den parlamentarischen Gremien genauer geprüft.






