Schülerinnen kämpfen um Rettung des Flexo-Bedarfbusses in Salzgitter
Goran BolnbachSchülerinnen kämpfen um Rettung des Flexo-Bedarfbusses in Salzgitter
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede setzen sich an die Spitze einer Kampagne, um den Flexo-Bedarfbus zu retten. Das beliebte Verkehrsangebot, das Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad, Baddeckenstedt und weitere umliegende Gebiete bedient, steht vor einer ungewissen Zukunft: Die aktuelle Finanzierung läuft Ende 2026 aus. Ohne neue Vereinbarungen könnte der Service auf vielen Strecken der Region eingestellt werden.
Flexo war mit finanzieller Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig gestartet worden, der seit Beginn 50 Prozent der Kosten getragen hat. Diese Förderung endet jedoch im Dezember 2026. Danach müssen die einzelnen Kommunen die vollen Kosten übernehmen, falls sie den Betrieb aufrechterhalten wollen.
Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, die Schülerinnen hinter der Initiative, haben bereits konkrete Schritte unternommen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Sie starteten eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hatte. Zudem gestalteten sie Flyer, wandten sich an den Betriebsrat der Kraftverkehrsgesellschaft (KVG) und nahmen Kontakt zu lokalen Politikern auf, darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft von Flexo liegt bei den kommunalen Verantwortlichen. Noch in diesem Jahr müssen sie neue Beschlüsse fassen, um die Finanzierung über 2026 hinaus zu sichern. Einige Regionen haben bereits vorsorglich gehandelt: Der Landkreis Gifhorn verlängerte seinen Vertrag bis 2033, Baddeckenstedt sicherte den Flexo-Betrieb bis 2031.
Falls keine neuen Mittel bewilligt werden, wird Flexo in weiten Teilen Salzgitters nach 2026 nicht mehr fahren. Die Kampagne der Schülerinnen zeigt, wie stark der Service inzwischen genutzt wird. Ob er fortbesteht, hängt nun von den Stadträten und ihrer Bereitschaft ab, die Kosten zu tragen.






