11 May 2026, 04:28

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem E-Auto-Partner retten

Person, die eine Maschine in einer Fabrik bedient, mit Werkzeugen und Komponenten in der Nähe

Sachsens Minister will VW-Werk Zwickau mit chinesischem E-Auto-Partner retten

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter hat einen kühnen Vorschlag unterbreitet, um Arbeitsplätze im kränkelnden Volkswagen-Werk Zwickau zu sichern. Sein Plan sieht eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen vor, um die derzeit unterausgelasteten Produktionslinien besser auszulasten. Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach den in Zwickau gefertigten ID-Modellen deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Das Werk in Zwickau war 2019 vollständig auf die Produktion von Elektroautos umgestellt worden. Doch die schwache Nachfrage nach den ID-Modellen zwang zu Produktionskürzungen und Personalanpassungen. Rund 10.000 Menschen sind direkt am Standort beschäftigt, weitere 30.000 Arbeitsplätze hängen indirekt mit dem Werk zusammen.

Panter regte ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Automobilhersteller an, um den Standort langfristig zu sichern. Dabei betonte er, dass klare europäische Regeln für eine solche Partnerschaft unverzichtbar seien. Ziel ist es, die Zukunft des Werks zu sichern und weitere Arbeitsplatzverluste zu verhindern.

Der Minister verwies zudem auf die wachsende Bedeutung Chinas im Bereich der Elektromobilität. Das Land sei längst kein aufstrebender Markt mehr, sondern ein Vorreiter in Sachen Innovation und industrieller Technologie, so Panter. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der Volkswagen die geplante Eingliederung des Werks in die Volkswagen AG verschoben hat – ursprünglich war dieser Schritt für Januar 2027 vorgesehen.

Mit dem Vorschlag soll die Produktion in Zwickau durch die Nutzung chinesischer Expertise im Bereich E-Mobilität stabilisiert werden. Bei Erfolg könnte die Kooperation helfen, die Beschäftigung am Standort zu erhalten. Volkswagen hat sich bisher noch nicht zu dem Vorstoß des Ministers geäußert.

Quelle