11 May 2026, 06:29

Mehrheit der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus

Schwarz-weiß-Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Mehrheit der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus

Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet mittlerweile den Einsatz von Bundeswehrkräften in der Straße von Hormus. Die Debatte entstand nach der Verlegung des Minenjagers Fulda ins Mittelmeer Anfang Mai. Bundeskanzler Friedrich Merz hat strenge Bedingungen für eine mögliche deutsche Beteiligung in der Region gestellt.

Mitte April zeigten Umfragen, dass die Hälfte der Deutschen für den Einsatz von Minenräumbooten im Nahen Osten war. Mittlerweile stimmen 51 Prozent einer umfassenderen Militärmission zu, während 44 Prozent dagegen sind. Weitere 5 Prozent der Befragten sind unsicher über die Entsendung.

Die Fulda hat etwa 45 Besatzungsmitglieder an Bord, darunter spezialisierte Taucher, die darauf trainiert sind, Unterwassersprengkörper aufzuspüren und zu entschärfen. Falls genehmigt, könnten diese Teams in der Straße von Hormus operieren, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Die öffentliche Meinung ist regional und politisch gespalten. Im Westen Deutschlands liegt die Zustimmung bei 52 Prozent, im Osten lehnen 47 Prozent den Einsatz ab. Wähler der Grünen zeigen mit 77 Prozent die stärkste Unterstützung. Demgegenüber lehnen 73 Prozent der Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) die Mission ab.

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Kanzler Merz hat die deutsche Beteiligung von drei zentralen Forderungen abhängig gemacht: einem Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, einer klaren militärischen Strategie sowie einer Zustimmung des Bundestags.

Die Fulda bleibt vorerst im Mittelmeer stationiert, während die Diskussionen andauern. Eine endgültige Entscheidung über ihren Einsatz in der Straße von Hormus wird von politischen Verhandlungen und der öffentlichen Stimmung abhängen. Die Bundesregierung hat bisher keinen Zeitplan für weitere Schritte bekannt gegeben.

Quelle