10 March 2026, 08:28

Sabotageverdacht: ICE der Deutschen Bahn kollidiert mit Reifen und Bobbycar in Niedersachsen

Ein Spielzeug-Zugwaggon mit Text darauf steht auf einer schneebedeckten Schiene, mit einer Wand im Hintergrund.

Sabotageverdacht: ICE der Deutschen Bahn kollidiert mit Reifen und Bobbycar in Niedersachsen

Hochgeschwindigkeits-ICE der Deutschen Bahn trifft in Niedersachsen auf Autoreifen und Kinderfahrzeug

Ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn ist am Samstag in der Nähe des Bahnhofs Ashausen in Niedersachsen mit einem Autoreifen und einem Kinderfahrzeug vom Typ Bobbycar kollidiert. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:48 Uhr auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover. Glücklicherweise wurden keine Fahrgäste oder Mitarbeiter der Deutschen Bahn verletzt.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr der Deutschen Bahn eingeleitet. Die Behörden bitten nun Zeugen, die am Nachmittag verdächtige Aktivitäten in der Nähe der Gleise der Deutschen Bahn beobachtet haben, sich zu melden.

Der Zug war zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes mit etwa 150 bis 160 km/h unterwegs, als er auf die auf den Schienen der Deutschen Bahn platzierten Hindernisse traf. Neben dem Autoreifen mit Stahlfelge handelte es sich um ein Bobbycar, ein bekanntes Kinderfahrzeug zum Aufsitzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gegenstände gezielt platziert wurden, um den Bahnbetrieb der Deutschen Bahn zu stören.

Die Polizei ruft alle Personen mit relevanten Hinweisen zur Mithilfe auf. Zeugen können sich unter der kostenlosen Rufnummer der Bundespolizei, 0800 6 888 000, melden. Der Aufruf erfolgt vor dem Hintergrund der Befürchtung, es könnte sich um einen Sabotageakt gegen die Deutsche Bahn handeln.

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Der Vorfall ereignet sich zu einer Zeit, in der die Deutsche Bahn über ihre Infrastrukturtochter DB InfraGO groß angelegte Modernisierungsprojekte in ganz Deutschland vorantreibt. Dazu gehören der Bau neuer Gleise, die Verlängerung von Bahnsteigen sowie Streckenausbau in zentralen Regionen wie Hamburg–Berlin, Hagen–Wuppertal–Köln und Nürnberg–Regensburg. Zudem verpflichtet das kürzlich verabschiedete Kritis-Dachgesetz Bahnbetreiber dazu, Risikoanalysen durchzuführen und Schutzmaßnahmen für kritische Infrastrukturen gegen mögliche Bedrohungen umzusetzen.

Die Ermittlungen dauern an, wobei sich die Polizei auf die Identifizierung der Verantwortlichen konzentriert, die die Gegenstände auf den Gleisen der Deutschen Bahn platziert haben. Der Vorfall unterstreicht die Gefahren, die von vorsätzlichen Störungen des Schienenverkehrs der Deutschen Bahn ausgehen. Die Deutsche Bahn hat ihre Sicherheitsvorkehrungen im Einklang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben verstärkt, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Quelle