Rückgang der kasachischen Spätaussiedler erreicht historischen Tiefstand 2025
Silvester SeipRückgang der kasachischen Spätaussiedler erreicht historischen Tiefstand 2025
Die Zahl der spätaussiedelnden Kasachen, die nach Deutschland kommen, ist in den letzten 15 Jahren stark zurückgegangen. Im Jahr 2025 wurden in Friedland, dem zentralen Aufnahmelager für diese Migrantengruppe, nur noch 1.079 Menschen aus Kasachstan registriert. Dies stellt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu den Zehntausenden dar, die in den vorherigen Jahrzehnten jährlich ankamen.
In den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er wanderten jährlich Zehntausende aus Kasachstan nach Deutschland aus. Noch zu Beginn der 2000er-Jahre lagen die jährlichen Registrierungen bei über 38.000. Doch in den folgenden Jahren gingen die Zahlen deutlich zurück.
Bis 2010 war die Zahl auf nur noch 508 kasachische Spätaussiedler gesunken. Seither pendeln sich die jährlichen Zahlen im niedrigen vierstelligen Bereich ein. 2025 bearbeitete Friedland insgesamt 4.238 Personen, darunter auch die aus Kasachstan.
Im selben Jahr prüften deutsche Behörden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler. Davon wurden 3.700 bewilligt. Friedland in Niedersachsen bleibt die einzige zentrale Aufnahme- und Registrierungsstelle für Spätaussiedler. Zudem koordiniert die Einrichtung Integrationsmaßnahmen wie Sprachkurse und Orientierungsprogramme für Neuankömmlinge.
Der kontinuierliche Rückgang der kasachischen Spätaussiedler spiegelt einen allgemeinen Trend der letzten eineinhalb Jahrzehnte wider. Mit nur noch wenigen Tausend, die jährlich ankommen, steht die aktuelle Entwicklung in krassem Gegensatz zu den Spitzenjahren der 1990er und frühen 2000er. Friedland bleibt weiterhin die zentrale Anlaufstelle für die Aufnahme und Integration dieser Migranten in die deutsche Gesellschaft.






