11 April 2026, 12:32

Reform der Regionalliga spaltet Vereine: Warum das Regionalmodell für Zündstoff sorgt

Alte Deutschlandkarte auf Papier, zeigt die Provinzen Bayern, Baden-Württemberg und Baden mit detaillierten regionalen Texten.

Reform der Regionalliga spaltet Vereine: Warum das Regionalmodell für Zündstoff sorgt

Pläne zur Reform der Regionalliga lösen heftige Debatten aus

Ein vorgeschlagener Umbau des deutschen Regionalliga-Systems hat unter Vereinen und Funktionären eine hitzige Diskussion ausgelöst. Das von einer Arbeitsgruppe unterstützte Regionalmodell würde die Ligastruktur grundlegend verändern – doch viele halten es für ungerecht und spaltend. Kritiker werfen dem Konzept vor, die Bedürfnisse traditioneller Vereine und Fans gleichermaßen zu ignorieren.

Auslöser der Kontroverse war die einstimmige Empfehlung einer 13-köpfigen Arbeitsgruppe für ein Vier-Ligen-System, das allen Staffelsiegern den direkten Aufstieg in die 3. Liga garantiert. Doch ihr Regionalmodell sieht vor, die bisherigen Staffeln Nord, Nordost und Bayern zu nur zwei Ligen zusammenzulegen, während West und Südwest unverändert bleiben. Dieser Ansatz stößt bei Vereinsvertretern und Aktivisten auf scharfe Ablehnung.

Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV), bezeichnete das Regionalmodell als "völlig realitätsfremd". Er warnte, es würde den NOFV faktisch auflösen und Vereine für ihre Kritik bestrafen. Stattdessen sprach er sich für das Kompassmodell aus, das die Staffeleinteilung jedes Jahr nach Reiseentfernungen neu ordnet.

Tommy Haeder, Sprecher der Kampagne "Aufstiegsreform 2025", nannte den Regionalvorschlag eine "politische Entscheidung", die den deutschen Fußball zu spalten drohe. Seine Initiative, die rund 70 Vereine vertritt, unterstützt entschieden das Kompassmodell – wegen seiner Fairness und Flexibilität.

Auch Vereinsvertreter meldeten sich mit ähnlichen Bedenken zu Wort. Toni Wachsmuth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig, betonte die Stärke der Nordost-Regionalliga und verwies auf ihre traditionsreichen Vereine sowie die höchsten Zuschauerzahlen. Daniel Meyer, Sportdirektor des Halleschen FC, bezeichnete das Regionalmodell als "schlechten Witz" und kritisierte "Fehleinschätzungen der Verantwortlichen".

Das Regionalmodell sieht sich massivem Widerstand von Vereinen, Verbänden und Reformbefürwortern gegenüber. Während das Kompassmodell zunehmend Zuspruch erhält, dreht sich die Debatte nun darum, welches System die Zukunft des deutschen Fußballs am besten gestaltet. Die endgültige Entscheidung wird über die Struktur der Regionalliga ab 2025 entscheiden.

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