18 April 2026, 10:28

Rapsglanzkäfer 2026: Wann Behandlung nötig ist und welche Mittel helfen

Ausführliche Abbildungen verschiedener Bienenarten auf einer Buchseite, begleitet von beschreibendem Text über ihre Merkmale und Lebensräume.

Rapsglanzkäfer 2026: Wann Behandlung nötig ist und welche Mittel helfen

Winterraps entwickelt sich in diesem Frühjahr in vielen Regionen gut. Doch während die Pflanzen das Längenwachstum erreichen und die Hauptblütenstände sichtbar werden (BBCH 32/51), steht Landwirt:innen wieder eine bekannte Herausforderung bevor: der Rapsglanzkäfer. Auch 2026 bleibt der Schädling eine ernsthafte Bedrohung, die präzises Monitoring und gezielte Maßnahmen erfordert, um Ertragsverluste zu vermeiden.

Ob eine Behandlung nötig ist, hängt von exakten Feldkontrollen ab – nicht von Vermutungen. Expert:innen warnen davor, sich allein auf die Fänge von Gelbschalen zu verlassen, da dies zu unnötigen Spritzungen führen kann – mit negativen Folgen für Haushaltsbudgets und Nützlinge. Entscheidend ist eine präzise Bestandsbonitur: Die Pflanzen müssen innerhalb der Fläche kontrolliert werden, nicht nur am Rand, und zwar entlang einer Transektlinie für zuverlässige Zählungen. Ein wirtschaftlicher Bekämpfungsschwellenwert ist erst überschritten, wenn vor der Blüte (BBCH 59) mehr als 10 Käfer pro Hauptknospe auftreten.

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Falls eine Behandlung nötig wird, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt und das passende Mittel an.Acetamiprid-haltige Insektizide wie Mospilan SG oder Danjiri dürfen zwischen BBCH 51 und 59 eingesetzt werden – allerdings ist die Mischung mit Adjuvanzien verboten. Eine bienenfreundlichere Alternative bietet Tau-Fluvalinat (z. B. Mavrik Vita oder Evure), das auch nach BBCH 59 noch anwendbar ist.

Bei gleichzeitigem Befall mit Rapsstängelrüsslern und Überschreitung der Schadschwelle kann Trebon 30 EC Abhilfe schaffen – aber nur nach Ende der täglichen Bienenflugaktivität. Doch oft ist überhaupt kein Spritzmitteleinsatz nötig: Genaues Monitoring zeigt häufig, dass die Käferzahlen unter der wirtschaftlichen Schadschwelle bleiben – das spart Kosten und schont die Umwelt. Erfolgreiche Bekämpfung beginnt mit gründlichen Feldbegehungen, nicht mit Fallenzahlen. Wer sich an knospenbasierte Schwellenwerte hält und die richtigen Präparate auswählt, schützt seinen Raps ohne unnötigen Chemikalieneinsatz.

Bei geringem Befall verzichten Landwirt:innen am besten ganz auf Insektizide – das senkt die Kosten und fördert die Gesundheit der Bestäuber. Das Ziel für 2026 ist klar: Entscheidungen auf Basis aktueller Daten, nicht nach Routine.

Quelle