Proteste gegen Gladiator Fight Academy in Halle: Vorwürfe von Gewalt und Extremismus
Birte SchülerProteste gegen Gladiator Fight Academy in Halle: Vorwürfe von Gewalt und Extremismus
Am Samstag fand vor Halles Hauptbahnhof eine Protestkundgebung statt. Im Mittelpunkt stand die Gladiator Fight Academy, der Kritiker vorwerfen, Gewalt und Diskriminierung zu fördern. Die Veranstalter der Demonstration schätzten die Teilnehmerzahl auf etwa 300 Personen, während die Polizei von rund 170 ausging. Viele Demonstranten hielten Schilder hoch, auf denen die Schließung des Fitnessstudios gefordert wurde – mit Verweis auf dessen angebliche Verbindungen zu extremistischen Gruppen.
Das Studio gerät zunehmend in die Kritik wegen seiner Verbindungen zur rechtsextremen Szene. Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe, ist ein zentrales Mitglied des Teams. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer der Gladiator Fight Academy, steht in Verbindung mit der rechtsextremen Hooligan-Szene und tritt bei deren Veranstaltungen an. Zudem hatten die Betreiber des Studios kürzlich ein rechtsextremes Treffen in Teutschenthal organisiert, an dem auch AfD-Kandidaten teilnahmen.
Die Proteste erhielten weiteren Aufwind, nachdem bekannt wurde, dass das Studio ein städtisches Kultur- und Gemeinschaftszentrum für seine Aktivitäten nutzt. Kritiker argumentieren, dass öffentliche Räume nicht für Veranstaltungen mit Extremismusbezug zur Verfügung stehen sollten. Die Demonstration fällt in eine Zeit, in der die AfD – die bei der Bundestagswahl 2025 in Sachsen-Anhalt 37,3 Prozent der Stimmen holte – in der anstehenden Landtagswahl auf bis zu 38 Prozent kommen könnte.
Die Demonstranten betonten, dass es sich bei dem Studio um mehr als nur eine Trainingsstätte handle. Sie werfen ihm vor, als Rekrutierungs- und Netzwerkplattform für Rechtsextreme zu dienen – was die Sorgen über seinen Einfluss in der Region verstärkt.
Die Kundgebung unterstreicht die wachsenden Spannungen um die Rolle der Gladiator Fight Academy in Halle. Die Behörden geraten nun unter Druck, sich mit den mutmaßlichen Extremismusverbindungen des Studios und seiner Nutzung öffentlicher Einrichtungen auseinanderzusetzen. Der Protest spiegelt zudem die größeren Befürchtungen über rechtsextreme Aktivitäten in Sachsen-Anhalt im Vorfeld der Landtagswahl wider.






