Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Bekenntnis auf – trotz eigener Widersprüche
Antoinette HettnerPhilipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Bekenntnis auf – trotz eigener Widersprüche
CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusfrage eine klarere Haltung einzunehmen. Er warnte davor, Gleichberechtigung allein linken Gruppen zu überlassen. Sein Appell kommt trotz seiner früheren Ablehnung mehrerer feministischer Forderungen.
Amthor betonte, dass Männer sich aktiv gegen die ungerechten Maßstäbe stellen müssten, denen Frauen ausgesetzt seien. Er kritisierte, dass Frauen oft nach ihrem Äußeren beurteilt würden, während die Argumente von Männern mehr Gewicht hätten. Seine Äußerungen richteten sich auch gegen die rechtspopulistische AfD: Fortschritte bei der Gleichstellung müssten gegen Angriffe von rechts verteidigt werden.
Noch 2023 hatte Amthor ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden unterstützt. Zudem lehnte er eine Lockerung der Abtreibungsregelungen ab und sprach sich gegen eine paritätische Besetzung der CDU-Kandidatenlisten aus. Nun fordert er, dass CDU und Unionsfraktion feministische Grundsätze deutlich befürworten.
Der plötzliche Kurswechsel des Politikers unterstreicht eine wachsende Debatte innerhalb der CDU. Sein Aufruf zu einer feministischen Positionierung steht im Widerspruch zu seinen früheren Standpunkten in zentralen Gleichstellungsfragen. Die Partei sieht sich nun mit der Frage konfrontiert, wie sie diese unterschiedlichen Haltungen in künftigen politischen Vorhaben in Einklang bringen will.






