30 April 2026, 08:37

Operetten-Wettbewerb überrascht mit Verzicht auf Grand Prix und neuen Preisen

Plakat für das Moskauer Theaterfest 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Operetten-Wettbewerb überrascht mit Verzicht auf Grand Prix und neuen Preisen

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musical-Künstler endet mit Überraschung – kein Grand Prix verliehen

Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaltheater-Künstler ist mit einer ungewöhnlichen Wendung zu Ende gegangen: In diesem Jahr wurde kein Grand Prix vergeben. Stattdessen ehrte die Jury eine außergewöhnlich hohe Zahl an Preisträgern in verschiedenen Kategorien. Den Abschluss bildete ein Galakonzert mit Finalisten und etablierten Stars, das im russischen Fernsehen übertragen wurde und das Ereignis gebührend feierte.

In dieser Auflage führte die Wettbewerbsleitung zudem eine neue Auszeichnung ein: den Preis für das «Erfolgreiche Debüt», überreicht von Ljudmila Lokaytschuk-Henneberger, einer angesehene Persönlichkeit der Branche.

Über 100 Bewerbungen gingen aus ganz Russland ein, darunter auch internationale Einsendungen aus Minsk und Taschkent. Erstmals seit Jahren überflügelte die Operette mit 56 Einreichungen das Musicaltheater (50 Beiträge) leicht. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die Qualität der Operetten-Darbietungen und ermutigte die Künstler, durch frische, moderne Ausdrucksformen eine stärkere Verbindung zum Publikum herzustellen.

Die Wettbewerbslandschaft hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Während in früheren Jahren oft das Musical dominierte, konnte die Operette in diesem Jahr wieder an Boden gewinnen. Unter den Teilnehmern befanden sich Studierende renommierter Musikakademien und Konservatorien – ein seltener, aber wachsender Trend in der Geschichte des Wettbewerbs.

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Mehrere Preise würdigten legendäre Künstler wie den Volkskünstler Russlands Kirill Streschnew sowie das gefeierte Duo Rimma Antonowa und Eduard Scherder. Ein Jurymitglied betonte, dass angesichts der großen Anzahl an Bewerbern – nicht alle auf gleichem Niveau – manche Talente möglicherweise länger brauchen, um sich zu entfalten. Die Entscheidung, den Grand Prix nicht zu vergeben, spiegelte diese sorgfältige Abwägung wider, auch wenn insgesamt mehr Auszeichnungen als üblich verliehen wurden, um die vielfältigen Leistungen anzuerkennen.

Den Abschluss bildete ein Galakonzert, das sowohl aufstrebende Talente als auch erfahrene Künstler präsentierte. Die Einführung des «Erfolgreichen Debüts» und der Verzicht auf einen Grand Prix deuteten auf eine bewusste Neuausrichtung hin, wie künstlerische Spitzenleistungen gewürdigt werden. Der Wettbewerb im nächsten Jahr wird voraussichtlich auf diesen Veränderungen aufbauen, während die Organisatoren weiterhin auf die sich wandelnden Trends in Operette und Musicaltheater reagieren.

Quelle