30 April 2026, 06:31

Ökonomen warnen: Deutschlands Bundeshaushalt droht in die Schuldenfalle zu geraten

Plakat mit Text und Logo, das besagt, dass Amerikaner jährlich durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung 5,5 Milliarden Dollar durch Reduzierung von Überziehungs- und Rücklastschriftgebühren sparen.

Ökonomen warnen: Deutschlands Bundeshaushalt droht in die Schuldenfalle zu geraten

Deutschlands Bundeshaushalt steht in der scharfen Kritik führender Ökonomen. Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Öffentliche Finanzen, bezeichnete die aktuelle Finanzlage als "alles andere als solide". Gemeinsam mit der Expertin Emilie Höslinger warnt er vor steigenden Schulden, ausbleibenden Reformen und den langfristigen Folgen für jüngere Steuerzahler.

Peichl betonte, dass die wiederholte Neuverschuldung die Zinslast in die Höhe treibe und dem Staat die finanziellen Spielräume nehme. Er forderte eine grundlegende Überprüfung der Staatsausgaben und Subventionen, um die Haushalte wieder in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig schlug er höhere Steuern auf Alkohol und Tabak sowie eine neue Abgabe auf Zucker vor – allerdings mit der Maßgabe, dass die Mehreinnahmen in Präventionsprogramme fließen sollten und nicht zur Deckung bestehender Haushaltslücken dienen dürften.

Emilie Höslinger vom ifo Zentrum für Makroökonomik und Umfragen kritisierte, dass die Schuldenbremse zu viele Schlupflöcher aufweise, um die Haushaltsprobleme wirksam zu lösen. Zudem wies sie darauf hin, dass verschobene Reformen und steigende Zinskosten die Last für kommende Generationen weiter erhöhen würden.

Beide Ökonomen waren sich einig: Ohne entschlossenes Handeln werde sich die finanzielle Stabilität des Landes weiter verschlechtern.

Die Warnungen kommen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Schuldenstandsquote und die Ausgabenpolitik Deutschlands. Peichls Forderung nach Steuererhöhungen auf ungesunde Produkte zielt darauf ab, die Gesundheitsvorsorge zu stärken – und nicht nur die Haushaltsdefizite zu verringern. Höslingers Aussagen unterstreichen hingegen die Risiken eines Nichtstuns für junge Bürger, die in Zukunft mit höheren Belastungen rechnen müssen.

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