29 April 2026, 18:35

Niedersachsens umstrittene Anti-Zionismus-Resolution löst politische Debatte aus

Alte Israel-Karte mit roten und grünen Linien, die das Ausmaß der israelischen Besetzung markieren, vor schwarzem Hintergrund mit Text.

Niedersachsens umstrittene Anti-Zionismus-Resolution löst politische Debatte aus

Ein radikaler Resolutionsentwurf, der in Niedersachsen verabschiedet wurde, hat in der deutschen Politik für Aufsehen gesorgt. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag fordert eine vollständige Ablehnung des Zionismus in der offiziellen Parteihaltung. Kritiker stellen nun infrage, ob die Position der Gruppe mit demokratischen Werten vereinbar ist.

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Die Anfang dieses Jahres beschlossene Resolution bezeichnet den Staat Israel als ein "kolonialistisches und rassistisches Projekt". Verfassungsrechtler warnen, dass eine solche Rhetorik eine besorgniserregende Abkehr von etablierten demokratischen Grundsätzen darstellt.

Nach der Abstimmung feierte die Gruppe ihren Erfolg auf Instagram. In ihrem Beitrag war eine Karte zu sehen, auf der Israel vollständig getilgt war. An dessen Stelle prangte eine Umrisszeichnung, gefüllt mit palästinensischen Symbolen. Das Bild zeigte zudem eine FriedensTaube neben Hammer und Sichel – ein Symbol, das die Sorgen über die ideologische Ausrichtung der Gruppe weiter schürt.

Die Verabschiedung der Resolution und der anschließende Social-Media-Beitrag haben scharfe Kritik ausgelöst. Beobachter verweisen auf die getilgte Karte und die ideologische Bildsprache als Anzeichen für eine wachsende Distanz zum politischen Mainstream. Die Debatte dreht sich nun darum, ob solche Positionen mit dem demokratischen Grundverständnis Deutschlands vereinbar sind.

Quelle