07 April 2026, 22:33

Medienanwalt wirft Caren Miosga einseitige Berichterstattung im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", das Wort "Diskussion" leicht zerknittert.

Medienanwalt wirft Caren Miosga einseitige Berichterstattung im Ulmen-Fernandes-Streit vor

Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der ARD- und NDR-Talkshow Caren Miosga vor, im laufenden Rechtsstreit zwischen der Schauspielerin Collien Fernandes und ihrem Ex-Mann, Christian Ulmen, einseitig berichtet zu haben. Gegen Ulmen wurden inzwischen strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet, was die Debatte über mediale Fairness in prominenten Fällen zusätzlich verschärft.

Die Redaktion der Sendung weist die Vorwürfe zurück und betont, dass ihre Berichterstattung trotz Schertz' Kritik rechtmäßig und ausgewogen bleibe.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine anstehende Folge von Caren Miosga, in der Fernandes und die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig zu Gast sein sollen. Schertz argumentiert, dass die fehlende Einbindung von Ulmens Perspektive die Sendung rechtlich angreifbar mache, da es sich um eine einseitige Darstellung eines noch nicht abgeschlossenen Rechtsfalls handele. Zudem wies er Vorwürfe zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet – eine Behauptung, die mit dem Streit in Verbindung steht.

Schertz hatte sich zuvor bereit erklärt, in der Sendung Ulmens Standpunkt zu vertreten, wurde jedoch abgelehnt. Nun kündigt er weitere rechtliche Schritte an, darunter eine Klage gegen Der Spiegel wegen dessen Berichterstattung zum selben Thema. Das Team von Caren Miosga hält hingegen daran fest, dass die Behandlung des Falls im öffentlichen Interesse liege, da er gesellschaftspolitische Fragen berühre. Zudem betonen sie, dass laufende Ermittlungen keine Berichterstattung ausschlössen, solange die Unschuldsvermutung gewahrt bleibe.

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Fernandes hat Ulmen öffentlich strafbares Verhalten vorgeworfen, was die Spannungen weiter anheizt. Mit den nun eingeleiteten Verfahren bleibt der Konflikt zwischen Medienberichterstattung und rechtlichen Grenzen ungelöst.

Der Streit verdeutlicht die Herausforderungen, über laufende Gerichtsverfahren zu berichten, ohne in Befangenheit abzurutschen. Schertz' angedrohte Klagen gegen Der Spiegel und ARD könnten Präzedenzfälle dafür schaffen, wie Talkshows mit umstrittenen Vorwürfen umgehen. Die Verantwortlichen von Caren Miosga stehen indes zu ihren redaktionellen Entscheidungen – die Frage der Fairness könnte letztlich vor Gericht geklärt werden.

Quelle