Mann riskiert Leben am ICE: Panik wegen vergessenen Gepäcks endet mit Notbremsung
Goran BolnbachMann riskiert Leben am ICE: Panik wegen vergessenen Gepäcks endet mit Notbremsung
Ein 46-jähriger Mann aus München brachte sich in Lebensgefahr, nachdem er seinen Zug am Osnabrücker Hauptbahnhof verpasst hatte. In einer Panikattacke, weil er sein Gepäck vergessen hatte, kletterte er auf das Trittbrett eines abfahrenden Hochgeschwindigkeitszugs – und riskierte damit nicht nur sein eigenes Leben, sondern sorgte auch für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr.
Das dramatische Geschehen spielte sich am Sonntagabend ab, als der Mann den ICE-Zug für eine Zigarettenpause verließ. Als der Zug abfuhr, bemerkte er, dass sein Gepäck noch an Bord war. Ohne zu zögern, packte er das Trittbrett zwischen zwei Wagen, klammert sich an eine Eisenstange und hielt sich fest, während der Zug beschleunigte.
Ein aufmerksamer Bahnmitarbeiter entdeckte den Mann und schlug Alarm. Der Lokführer leitete umgehend eine Notbremsung in der Nähe von Ibbenbüren im Kreis Steinfurt ein. Der Zug, der bis zu 140 km/h schnell werden kann, kam rechtzeitig zum Stehen, sodass der Mann mit dem Schrecken davonkam und körperlich unverletzt blieb.
Die Behörden bestätigten später, dass die leichtsinnige Aktion Verspätungen bei zwölf Zügen verursacht hatte. Sie betonten zudem, dass ein Sturz aus einem fahrenden Zug bei solchen Geschwindigkeiten fast sicher tödlich endete. Reisende, die Gepäck vergessen, werden dringend dazu aufgefordert, sich an das Personal zu wenden, statt leichtsinnige Risiken einzugehen.
Der Mann muss nun mit einem Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs rechnen. Sein Verhalten gefährdete nicht nur sein eigenes Leben, sondern beeinträchtigte auch die Reisepläne unzähliger Fahrgäste. Die Behörden warnen weiterhin eindringlich vor derartigen leichtsinnigen Handlungen an Hochgeschwindigkeitszügen.






