Logistikbranche warnt vor Kollaps durch Rekord-Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Antoinette HettnerLogistikbranche warnt vor Kollaps durch Rekord-Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung zum schnellen Handeln gegen die explodierenden Spritkosten aufgefordert. Die Verbände warnen, dass die Rekordpreise für Diesel die Lieferketten gefährden und Unternehmen an den Rand des Ruins treiben. Gefordert werden kurzfristige Entlastungen – keine dauerhaften Subventionen –, um den Druck auf die Branche zu mindern.
Die Dieselpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr stark angestiegen. Zwischen März 2025 und März 2026 stiegen die Kosten für Großabnehmer um 1,9 Prozent auf 133,36 Euro pro 100 Liter vor Steuern. Bis April 2025 erreichte der Durchschnittspreis 1,591 Euro pro Liter – damit liegt Deutschland im oberen Mittelfeld der EU-weit erhobenen Spritkosten.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben sich nun gemeinsam an die Politik gewandt. Ihr zentrales Anliegen: eine vorübergehende Deckelung der Spritkosten, um die Unternehmen durch die Krise zu bringen.
Die Verbände betonen, dass etwaige Entlastungen aus den Mehreinnahmen des Staates durch höhere Energiesteuern und CO₂-Bepreisung finanziert werden müssten. Es dürfe nicht sein, dass der Staat die Situation auf Kosten von Unternehmen und Steuerzahlern ausnutze. Ein stabiler Logistiksektor sei unverzichtbar, um Lieferketten aufrechtzuerhalten und die Funktionsfähigkeit von Wirtschaft und öffentlicher Daseinsvorsorge zu sichern.
Gefordert wird keine dauerhafte finanzielle Unterstützung, sondern Sofortmaßnahmen, um den plötzlichen Kostenschub abzufedern und weitere Schäden für den Betriebsablauf zu verhindern.
Die Branche ächzt unter der Belastung durch die steigenden Dieselpreise – viele Unternehmen kämpfen darum, ihre Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Verbände machen deutlich: Nur mit zügigen, gezielten Eingriffen lasse sich die Versorgungssicherheit schützen. Ohne solche Schritte drohen in den kommenden Monaten weitreichende Störungen für Wirtschaft und Verbraucher.






