Landhaus Lengede in Peine gerät nach AfD-Veranstaltung unter Druck
Landhaus Lengede in Peine gerät wegen AfD-Veranstaltung in die Kritik
Das Landhaus Lengede, ein Veranstaltungsort im Landkreis Peine (Niedersachsen), steht in der Kritik, weil es eine Veranstaltung der AfD ausgerichtet hat. Die Zusammenkunft war Teil der Bürgerdialog-Reihe der Partei und fand trotz jüngster Proteste gegen ähnliche Treffen statt. Die Betreiber betonen zwar ihre politische Neutralität, sehen sich aber seitdem mit Drohungen und Stornierungen konfrontiert.
Die AfD-Fraktion im Bundestag hatte die öffentliche Veranstaltung im Landhaus Lengede organisiert. Unter den Teilnehmenden war Maximilian Krah, ein prominenter AfD-Politiker, gegen den derzeit wegen des Verdachts auf Bestechung und Geldwäsche ermittelt wird. Auch Angela Rudzka, AfD-Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für das Amt der Landrätin in Peine, nahm teil.
Die Veranstaltung folgte einer großen Demonstration in Melle (Niedersachsen), bei der rund 1.200 Menschen nur wenige Wochen zuvor gegen ein AfD-Treffen protestiert hatten. Die Bürgerdialog-Reihe der Partei sorgt immer wieder für öffentlichen Widerstand.
Auf die Kritik hin veröffentlichte das Landhaus Lengede eine Stellungnahme, in der es seine Rolle als "neutraler Gastgeber" bekräftigte. Das Haus betont, alle Gruppen unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung willkommen zu heißen. Dennoch führte die Entscheidung, die AfD zu beherbergen, zu Gegenreaktionen – es gab Drohungen und Absagen von Veranstaltungen.
Die nächste AfD-Veranstaltung in Niedersachsen ist bereits für den 8. Mai geplant – erneut im Landhaus Lengede.
Die Betreiber versichern, die Ansichten ihrer Kunden oder Gäste nicht zu unterstützen. Dennoch zeigt die Kontroverse die Spannungen zwischen Versammlungsfreiheit und öffentlichem Widerstand gegen rechtsextreme Politik auf. Das Landhaus Lengede muss weiterhin mit den Folgen seiner Neutralitätsposition leben.






