Krankenkassenausgaben steigen 2025 um 7,8 Prozent – trotz stabiler Versichertenzahlen
Goran BolnbachKrankenkassenausgaben steigen 2025 um 7,8 Prozent – trotz stabiler Versichertenzahlen
Die Ausgaben der deutschen gesetzlichen Krankenversicherungen sind 2025 erneut stark gestiegen – und erreichten damit fast exakt den Anstieg des Vorjahres. Insgesamt kletterten die Aufwendungen um 7,8 Prozent, obwohl die Einnahmen nur um 5,3 Prozent wuchsen. Dieser deutliche Anstieg erfolgte, obwohl die Zahl der Versicherten stabil blieb.
Den größten Sprung verzeichnete die stationäre Krankenhausversorgung, deren Kosten um 9,6 Prozent stiegen. Dies war der Haupttreiber für den insgesamt 7,9-prozentigen Anstieg der Leistungsausgaben. Gleichzeitig schnellen die Ausgaben für ambulante Arztleistungen um 7,6 Prozent in die Höhe – deutlich über den langfristigen Durchschnittswerten. Gründe hierfür waren höhere bundeseinheitliche Orientierungswerte sowie steigende Behandlungskosten.
Auch die Aufwendungen für die medizinische Behandlungspflege stiegen zum dritten Mal in Folge, und zwar um 12,6 Prozent. Therapien durch Heilberufler verzeichneten ebenfalls ein zweistelliges Wachstum von 10,4 Prozent – unter anderem, weil vermehrt Blankoverordnungen ausgestellt wurden. Präventiv- und Rehabilitationsleistungen folgten diesem Trend: Hier stiegen die Ausgaben um 10 Prozent, was die starke Zunahme seit 2020 fortsetzt.
Die Medikamentenkosten erhöhten sich insgesamt um 5,9 Prozent, doch bei spezialisierten ambulanten Arzneimitteltherapien war der Anstieg mit 27,1 Prozent noch deutlich ausgeprägter. Auch die Verwaltungskosten legten zu: Die personalbezogenen Aufwendungen stiegen um 6 Prozent, die Sachkosten um 4,4 Prozent.
Der 7,8-prozentige Anstieg der Krankenkassenausgaben markiert damit ein weiteres Jahr mit rasantem Wachstum. Da die Einnahmen langsamer steigen, hat sich die Schere zwischen Kosten und Erträgen weiter geöffnet. Fast alle Bereiche – von der Krankenhausversorgung bis hin zu Therapien – verzeichneten deutliche Zuwächse, was die allgemeinen Trends in der Nachfrage und bei den Preisen im Gesundheitswesen widerspiegelt.






