KI-System Agentic Factory soll Fabriken mit Echtzeit-Diagnosen revolutionieren
Goran BolnbachKI-System Agentic Factory soll Fabriken mit Echtzeit-Diagnosen revolutionieren
"Agentic Factory": KI-gestütztes System soll die Fertigung revolutionieren
Ein neues, KI-basiertes System mit dem Namen Agentic Factory könnte die Produktionsabläufe in Fabriken grundlegend verändern. Die Technologie, die gemeinsam von Accenture, Avanade und Microsoft entwickelt wurde, unterstützt Fabrikmitarbeiter dabei, Probleme schneller zu diagnostizieren und kostspielige Stillstandszeiten zu reduzieren. Erste Anwender wie Kruger Inc. und Nissha Metallizing Solutions testen bereits, wie sich die Lösung auf Effizienz und Einsparungen auswirkt.
Die Agentic Factory setzt KI-Agenten ein, um Operateure mit Echtzeit-Statusabfragen, Diagnosen und schrittweisen Fehlerbehebungen zu unterstützen. Durch die Analyse des betrieblichen Kontexts, des historischen Maschinenverhaltens und von Produktionsdaten identifiziert das System wahrscheinliche Ursachen für Störungen und schlägt Korrekturmaßnahmen vor. Es verknüpft dabei strukturierte und unstrukturierte Daten über die Microsoft-Plattformen Azure, Fabric, Foundry und Copilot.
Kruger Inc. erwartet, dass die Technologie die durchschnittliche Reparaturzeit um 10 bis 15 Prozent verkürzt – was jährlich Millionen einsparen könnte. Nissha Metallizing Solutions wiederum zielt darauf ab, Ausschuss und ungeplante Ausfallzeiten zu verringern, um so einen Wettbewerbsvorteil in puncto Produktionszuverlässigkeit zu erlangen. Beide Unternehmen überprüfen derzeit die Leistung des Systems in ihren Werken.
Auf der Hannover Messe 2026 wird die Agentic Factory von ihren Entwicklern präsentiert. Die allgemeine Verfügbarkeit für eine breitere Branchennutzung ist für später im Jahr geplant.
Die ersten Tests deuten auf deutliche Verbesserungen bei der Wartungsgeschwindigkeit und Kostensenkung hin. Da Kruger und Nissha Metallizing Solutions bereits Vorteile erkennen, könnte eine flächendeckende Einführung die Art und Weise verändern, wie Fabriken Diagnosen durchführen und die betriebliche Effizienz steigern. Die vollständige Markteinführung der Technologie wird noch vor Ende 2026 erwartet.






