05 April 2026, 08:29

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Alte Karte von Karlsruhe, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und einen gewundenen Fluss, mit Text auf einem Papier unten.

IHK Halle-Dessau stellt wirtschaftliche Forderungen vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

IHK Halle-Dessau legt Forderungen vor Landeswahl 2026 in Sachsen-Anhalt vor

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen formuliert. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein detailliertes Positionspapier, das die wirtschaftspolitischen Prioritäten für die kommenden Jahre aufzeigt. Die Vorschläge umfassen die Energiesicherheit, den Abbau von Bürokratie, den Fachkräftemangel sowie die Förderung von Innovation und internationalem Handel.

Mit dem Papier will die IHK die Diskussionen mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit im Vorfeld der Wahl prägen.

Energiepolitik: Versorgungssicherheit und Technologieoffenheit Im Mittelpunkt der Energiepolitik der IHK steht die Forderung nach einer zuverlässigen und bezahlbaren Stromversorgung. Die Kammer setzt sich für Technologieoffenheit ein und pocht auf den Erhalt industrieller Standorte – darunter die Zukunftssicherung des Kraftwerks Schkopau. Zudem unterstützt sie den Ausbau der Energieinfrastruktur, eine an verschiedenen Technologien ausgerichtete Wasserstoffstrategie sowie den Einsatz von CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS).

Bürokratieabbau: Entlastung für Unternehmen Um die Bürokratie zu reduzieren, fordert die IHK systematische Überprüfungen von Verwaltungsaufgaben und klarere Gesetzestexte. Ziel ist es, Unternehmen spürbar zu entlasten. Vereinfachte Verfahren für Unternehmensnachfolgen und Steuererleichterungen für Start-ups gehören zu den vorgeschlagenen Lösungen. Einige Maßnahmen, wie die Steueranreize für Gründer, sind bereits im Landeshaushalt 2025 verankert, während Pilotprojekte zur Nachfolgeplanung laufen. Eine vollständige Umsetzung steht jedoch Anfang 2026 noch aus.

Fachkräftemangel: Stärkere Berufsausbildung und Arbeitsmarktintegration Der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales Problem. Die IHK plädiert für eine stärkere berufliche Ausbildung, weniger Hürden bei der Beschäftigung und eine aktivere Einbindung arbeitsfähiger Menschen. Zudem betont sie die Notwendigkeit langfristiger Investitionen in Bildung und Technologietransfer, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Infrastruktur und Internationalisierung: Investitionen und Marktzugang Bei der Infrastruktur mahnt die Kammer die dringende Beseitigung von Investitionsstaus in Verkehr, Brücken, digitalen Netzen und Versorgungsleitungen an. Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren gelten als entscheidend. Darüber hinaus unterstreicht die IHK die Bedeutung der Unterstützung von Unternehmen beim Markteintritt in neue Länder. Sie setzt sich für Freihandel, diplomatische Initiativen und gezielte Fördermaßnahmen ein, um das internationale Wachstum voranzutreiben.

Regionale Förderung: Netzwerke und günstige Kredite für Gründer Das Positionspapier schlägt zudem regionale Förderprogramme vor, etwa Mentoring-Netzwerke und niedrigverzinsliche Darlehen für junge Unternehmer. Diese Ideen stoßen beim Wirtschaftsministerium des Landes und der CDU-geführten Landesregierung auf positive Resonanz, auch wenn noch nicht alle Vorschläge vollständig umgesetzt wurden.

Fazit: Wirtschaftsthemen im Wahlkampf verankern Das IHK-Papier skizziert konkrete Schritte zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen in Sachsen-Anhalt. Einige Vorhaben, wie Steuererleichterungen und Nachfolge-Pilotprojekte, sind bereits auf dem Weg, andere harren noch der Umsetzung. Die Kammer will erreichen, dass die Anliegen der Wirtschaft im anstehenden Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen.

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