29 April 2026, 03:15

Grüne fordern Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - senkt Steuern für die Reichen und Großkonzerne noch weiter."

Grüne fordern Vermögenssteuer für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Grünen, hat eine neue Vermögenssteuer für Deutschlands Superreiche vorgeschlagen. Der Plan sieht eine jährliche Mindestabgabe von etwa 2 Prozent auf Vermögen über 100 Millionen Euro vor. Damit solle die Steuergerechtigkeit verbessert und gleichzeitig Kürzungen bei Sozialleistungen ausgeglichen werden, argumentiert Haeusgen.

Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens mit einem Umsatz von rund 500 Millionen Euro ist, könnte von der geplanten Steuer selbst betroffen sein. Von 2020 bis 2024 führte er den konservativen Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA), bevor er zu den Grünen wechselte. Seit Mitte 2025 leitet er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff den Wirtschaftsflügel der Partei.

Die Steuer würde das Stammvermögen nicht antasten, sofern die Vermögenswerte jährlich um bis zu 6 Prozent wachsen. Zudem schlug Haeusgen vor, dass Steuerzahler inländische Kapitalerträge und Einkommenssteuern von der Vermögensabgabe abziehen dürfen. Neben der Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen zielt der Vorschlag darauf ab, unabhängige Unternehmer anzusprechen, die mit der Klimapolitik der Bundesregierung unzufrieden sind.

Die Wirtschaftsvereinigung der Grünen wirbt zudem um enttäuschte Anhänger der Freien Demokratischen Partei (FDP). Sie hofft, jene mit einem "grünen Gewissen" zu gewinnen, die die aktuellen Rücknahmen im Umweltschutz ablehnen.

Die Vermögenssteuer würde nur die größten Vermögen ab 100 Millionen Euro erfassen. Durch die Verknüpfung mit bestehenden Steuerfreibeträgen behaupte Haeusgen, dass sie das Vermögenswachstum erhalten und gleichzeitig die Staatseinnahmen erhöhen würde. Der Vorstoß deutet auf einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik innerhalb des grünen Wirtschaftsnetzwerks hin.

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