19 April 2026, 16:30

Georg Restle attackiert AfD und kritisiert ARD-Führung für mangelnde Haltung

Plakat bewirbt 'Die Stimme der liberalen Muslime' - Radioshow mit Bildern von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in Unterhaltung.

Georg Restle attackiert AfD und kritisiert ARD-Führung für mangelnde Haltung

ARD-Moderator Georg Restle positioniert sich scharf gegen die AfD und warnt vor deren Verbindungen in die extremistische Szene. In einer Reihe pointierter Kritik äußerte er zudem Zweifel an der redaktionellen Ausrichtung seines eigenen Senders und dessen Umgang mit der politischen Berichterstattung.

Restle warf der Alternative für Deutschland (AfD) vor, Unterstützung aus dem "gewaltbereiten rechtsextremen Milieu auf der Straße" zu schöpfen. Die Strategie der Partei bestehe darin, die eigene Radikalität herunterzuspielen, während sie gleichzeitig von der Straßenagitation profitiere. Seine Äußerungen erstreckten sich auch auf die inneren Konflikte der AfD: Zwischen den Lagern um Björn Höcke und Alice Weidel sehe er "kaum nennenswerte Unterschiede", so Restle.

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Innerhalb der ARD beklagte der Journalist eine wachsende Zurückhaltung, kritisch über die AfD zu berichten. Befürworter einer neutraleren Darstellung der Partei hätten zunehmend Einfluss auf redaktionelle Entscheidungen. Diese Entwicklung spiegle eine generelle Scheu vieler Kollegen wider, die Erzählungen der AfD infrage zu stellen.

Zudem übt Restle scharfe Kritik an der ARD-Führung, die die Sendezeit seines investigativen Formats Monitor gekürzt habe – ein "schwerer Fehler", wie er betont. Die Fixierung auf Sparmaßnahmen gefährde den Kernauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, besonders in Zeiten politischer Polarisierung. Eine bloße Schilderung globaler Krisen ohne Einordnung schüre lediglich die Verunsicherung in der Bevölkerung, warnte Restle.

Deutlich machte der Moderator, dass er die AfD "nicht als normale demokratische Partei" behandeln werde. Figuren wie Höcke dürften in der Wahlberichterstattung keine gleichberechtigte Plattform erhalten – zu groß sei die Gefahr, die die Partei für die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" Deutschlands darstelle.

Restles Aussagen spiegeln die innerbetriebliche Spannungen innerhalb der ARD wider, wie mit der AfD umgegangen werden soll. Seine Haltung unterstreicht die Sorgen über die extremistischen Verstrickungen der Partei und die Rolle der Medien, deren Aufstieg entweder zu hinterfragen oder durch eine normalisierende Berichterstattung zu begünstigen. Die Debatte über redaktionelle Ausgewogenheit und die Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle