Gary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix – und kommentiert die WM aus New York
Antoinette HettnerGary Lineker wechselt von der BBC zu Netflix – und kommentiert die WM aus New York
Gary Lineker präsentiert seine WM-Show dieses Sommer aus New York
Die BBC hingegen wird ihre Berichterstattung nicht aus den USA, sondern von Salford aus gestalten. Dies folgt auf ein turbulentes Jahr für den Sender und seinen Star-Experten.
Linekers neues tägliches Programm wird auf Netflix gestreamt – ein Schritt weg von seiner gewohnten Rolle beim britischen Rundfunk. Der Wechsel erfolgt nach seiner umstrittenen Suspendierung im Mai des vergangenen Jahres, die mit einer Antisemitismus-Debatte zusammenhing.
Die BBC kündigte an, ihr WM-Team erst ab dem Viertelfinale in Nordamerika zu stationieren. Die meisten Produktionsabläufe bleiben stattdessen im Hauptsitz in Greater Manchester. Lineker hingegen wird aus New York arbeiten und dort für Netflix den Podcast The Rest is Football gemeinsam mit Alex Aljoe und Rob Jones moderieren.
Seine Abkehr von der Hauptberichterstattung der BBC ist das Ergebnis monatelanger Spannungen. Im Mai vergangenen Jahres hatte der Sender ihn vorübergehend von Match of the Day suspendiert, nachdem er in einem Instagram-Post Regierungspolitik kritisiert hatte. Der Streit drehte sich um Antisemitismus-Vorwürfe, die Lineker jedoch zurückwies.
Neben seinen Fernsehplänen äußerte sich Lineker auch zu Fußball-Management-Fragen. Kürzlich spekulierte er über eine mögliche Rückkehr von José Mourinho zu Real Madrid, einem Klub, der in dieser Saison ohne Titel bleibt. Gleichzeitig gab er zu, seit über einem Jahrzehnt nicht mehr mit Mourinho gesprochen zu haben – eine Funkstille, die er nicht weiter erklärte.
Die reduzierte WM-Präsenz der BBC stieß bei Lineker auf Kritik. Er hinterfragte die Entscheidung, Experten erst in den späteren Turnierphasen reisen zu lassen, und bezeichnete dies als verpasste Chance für eine authentischere Berichterstattung.
Linekers Netflix-Show wird während des gesamten Turniers täglich ausgestrahlt. Seine Abwesenheit in den Hauptsendungen der BBC unterstreicht die anhaltenden Folgen des Konflikts vom letzten Jahr. Unterdessen bleibt Mourinhos mögliche Rückkehr zu Real Madrid ein Gesprächsthema, während der Klub nach alter Stärke sucht.






