22 March 2026, 16:29

Fusionsplan für Wolfenbütteler Büchereien scheitert am Stadtrat

Eine gut beleuchtete Bibliothek mit hohen Bücherregalen voller Bücher, mit einer Texttafel und einem Wasserzeichen unten.

Fusionsplan für Wolfenbütteler Büchereien scheitert am Stadtrat

Ein Plan zur Fusion der Stadt- und Kreisbüchereien in Wolfenbüttel ist vom örtlichen Stadtrat abgelehnt worden. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, angesichts steigender finanzieller Belastungen die Kosten zu senken. Sowohl die Stadt als auch der Landkreis kämpfen mit einem angespannten Haushalt – allein das Bildungszentrum verzeichnet ein Defizit von rund 6,2 Millionen Euro.

Die CDU hatte vorgeschlagen, die Bestände der Wolfenbütteler Stadtbibliothek und der Kreisbücherei zusammenzulegen. Laut Plan sollten die zusammengeführten Bücher in den Bahnhof umziehen, um dort sowie im Bildungszentrum freie Flächen zu nutzen. Befürworter argumentierten, dies würde die Logistik vereinfachen, insbesondere beim Transport der Bücher zwischen dem Bildungszentrum und dem Büchereibus.

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Ein weiteres zentrales Ziel war die Stärkung des kulturellen Angebots im Bereich der Harzstraße durch eine engere Zusammenarbeit der Kommunen. Allerdings hatten die Initiatoren mit Widerstand gerechnet, nachdem frühere Diskussionen bereits auf Skepsis gestoßen waren. Vergangenen Mittwoch lehnte der Stadtrat den Antrag ab und setzte damit dem Vorhaben ein Ende.

Wolfenbüttel verfügt derzeit über drei zentrale Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule des Landkreises. Unklar bleibt die genaue Größe des gemeinsamen Buchbestands, da in den vorliegenden Berichten keine konkreten Zahlen genannt wurden.

Mit der Ablehnung des Plans stehen Stadt und Landkreis nun vor der Herausforderung, alternative Lösungen für ihre Haushaltsprobleme zu finden. Angesichts des 6,2-Millionen-Defizits des Bildungszentrums dürften weitere Sparbeschlüsse notwendig werden. Vorerst werden die beiden Büchereien weiterhin getrennt voneinander betrieben – ohne die geplante Zusammenlegung.

Quelle