29 April 2026, 14:35

Extreme Unterschiede: Was Restaurantterrassen in deutschen Städten wirklich kosten

Ein Restaurant in Berlin mit Holztischen und -stühlen vor einem großen Fenster, das eine Außenansicht von Fußgängern, Gebäuden und städtischen Elementen zeigt.

Extreme Unterschiede: Was Restaurantterrassen in deutschen Städten wirklich kosten

Neue Studie enthüllt: Gebühren für Außengastronomie unterscheiden sich stark zwischen deutschen Kommunen

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Kosten für Außenbewirtschaftung in deutschen Städten und Gemeinden extrem variieren. Während Wernigerode mit 1.163 Euro die höchsten Gebühren für Restaurantterrassen erhebt, haben mehrere Städte die Abgaben komplett abgeschafft. Die Ergebnisse unterstreichen die wachsenden Forderungen nach einer Reform der lokalen Gebührenpolitik.

Der Bund der Steuerzahler hat die Terrassennutzungsgebühren für ein Standard-Restaurant in der Hochsaison analysiert. Im Durchschnitt zahlen Gastronomen 328 Euro, doch die Unterschiede sind enorm: Schönebeck verlangt mit 52 Euro die niedrigste Gebühr, dicht gefolgt von Zeitz mit 56 Euro.

Fünf Kommunen – Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben – haben die Terrassengebühren sogar vollständig gestrichen. Wernigerode bleibt dagegen mit Abstand am teuersten, was auch auf eine Anpassung im Jahr 2023 zurückzuführen ist. Auch Lutherstadt Wittenberg (750 Euro) und Halle (Saale) (700 Euro) verlangen hohe Beträge.

Der Steuerzahlerbund argumentiert, dass ein Verzicht auf diese Abgaben kaum Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen hätte. In den meisten Fällen mache der entgangene Einnahmenanteil weniger als 0,05 Prozent des Gesamtbudgets aus. Die Organisation fordert mehr Städte auf, dem Beispiel der gebührenfreien Kommunen zu folgen, um die angeschlagene Gastronomiebranche zu entlasten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Studie offenbart eine klare Spaltung in der Handhabung von Terrassengebühren. Während einige Städte über 1.000 Euro verlangen, erheben andere gar nichts – der Druck auf eine einheitlichere Regelung wächst. Der Steuerzahlerbund betont, dass ein Abbau dieser Kosten die finanzielle Belastung der Restaurants verringern würde, ohne die kommunalen Haushalte zu gefährden.

Quelle