10 April 2026, 22:31

Energiepreise in Europa schwanken stark – wie Verbraucher trotzdem sparen können

Liniengraph, der den Trend der US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiepreise in Europa schwanken stark – wie Verbraucher trotzdem sparen können

Energiepreise in Europa bleiben instabil – mit starken Schwankungen im Großhandel

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Die Energiepreise in Europa sind weiterhin unbeständig, mit deutlichen Ausschlägen bei den Großhandelskosten Anfang März. Die anhaltende Krise hat die Endkundenpreise für Neukunden in die Höhe getrieben, doch einige Haushalte konnten durch intelligentes Laden ihre Ausgaben senken. Das norwegische Energie-Technologieunternehmen Tibber hat analysiert, wie flexible Tarife und erneuerbare Energielösungen Verbrauchern helfen, sich anzupassen.

Die Großhandelspreise für Strom schwankten Anfang März stark und stiegen innerhalb kurzer Zeiträume steil an, um dann wieder zu fallen. Der Konflikt im Iran verschärfte die Lage zusätzlich, da er die Gaspreise in die Höhe trieb – was wiederum die Stromkosten in ganz Europa erhöhte.

Norwegen als Vorreiter: Dynamische Tarife zahlen sich aus In Norwegen, wo fast alle Haushalte intelligente Stromzähler nutzen, setzen 93 Prozent der Stromkunden auf dynamische Preismodelle. Die Daten von Tibber zeigen: Die 25 Prozent der Haushalte, die am besten auf Preisschwankungen reagieren, konnten ihre Rechnungen im Vergleich zum Februar um fast 7 Prozent senken. Kunden mit Elektroautos, Smart Metern und flexiblen Tarifen verzeichneten im gleichen Zeitraum nur einen Anstieg von 3 Prozent.

Auch die Ladegewohnheiten änderten sich im März: Die Aktivität in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr nahm deutlich zu, während das Abendladen im Vergleich zum Vormonat zurückging. Dieser Trend spiegelt wider, dass Verbraucher vermehrt die günstigeren Nachtstromtarife nutzen.

Prognose für 2025: Solaranlagen bringen zusätzliche Ersparnis Laut Tibber-Prognosen könnten Haushalte mit Solarstrom ab 2025 noch mehr sparen. Die 10 Prozent der Kunden, die sowohl über Solaranlagen als auch ein E-Auto verfügen, zahlten im Schnitt 22 Cent pro Kilowattstunde – gegenüber 26 Cent bei denen, die zwar ein E-Auto, aber keine Solaranlage besitzen. Rund drei Viertel der Haushalte in Tibbers Datensatz kombinieren bereits Elektrofahrzeuge mit Photovoltaik.

Kritik an Deutschlands Fossil-AbhängigkeitEdgeir Aksnes, globaler CEO von Tibber, hinterfragt die anhaltende Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Brennstoffen zur Stromerzeugung. Er argumentiert, dass intelligentere Energielösungen die Abhängigkeit von den volatilen Gasmärkten verringern könnten.

Die Daten zeigen: Dynamische Tarife und erneuerbare Energien helfen Haushalten, trotz steigender Preise Kosten zu sparen. Mit Smart Metern und flexiblem Laden können Verbraucher ihren Stromverbrauch an günstigere Zeiten anpassen. Gleichzeitig wird sich die Kluft zwischen Haushalten mit und ohne Solaranlagen in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter vergrößern.

Quelle