EEG-Auslauf 2026 gefährdet 32 Milliarden Euro für Windkraft und Solarenergie
Silvester SeipEEG-Auslauf 2026 gefährdet 32 Milliarden Euro für Windkraft und Solarenergie
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche steht vor Unsicherheit: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) läuft 2026 aus
Die Energieminister wichtiger Bundesländer drängen die Bundesregierung nun zu schnellem Handeln, um Milliardeninvestitionen in geplante Projekte zu sichern. Ohne klare politische Weichenstellungen drohten ihrer Warnung zufolge Vorhaben in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Netzinfrastruktur ins Stocken zu geraten.
Christian Meyer, Energieminister von Niedersachsen, verwies auf die Gefährdung von Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro für Erneuerbare, Netze und Speicher. Er betonte, dass Planungssicherheit auf lange Sicht entscheidend sei, um die Projekte nicht zu gefährden. Meyer forderte zudem eine "Netz-Turbo"-Initiative und verlangte Bundesunterstützung für Verteilnetzbetreiber sowie einen beschleunigten Netzausbau.
Kritik gibt es zunehmend an den Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, die unter anderem neue Gaskraftwerke und Einschränkungen beim Netzausbau vorsieht. Die Länderminister werfen ihr vor, damit kleinere Projektentwickler zu vernachlässigen und den Ausbau der Erneuerbaren zu behindern. Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister aus Schleswig-Holstein, unterstützte diese Bedenken und forderte Klarheit über die Zeit nach 2026 hinaus.
Ein von den Ministern in Auftrag gegebenes Gutachten unterstreicht die Notwendigkeit fortlaufender Fördermechanismen nach dem Auslaufen des EEG. Auch der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE) warnte, Reiches Ansatz könnte Investitionen in der Region untergraben. Meyer verwies zudem darauf, dass der Ausbau von Solar-, Wind- und Bioenergie bereits zu sinkenden Strompreisen im gesamten Land beigetragen habe.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wie stabile Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren nach 2026 geschaffen werden können. Ohne politische Anpassungen könnten Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährdet sein – mit Folgen für Netzmodernisierungen, Speicherprojekte und saubere Energielösungen. Die Minister fordern nun ein Konzept, das sowohl große als auch kleine Entwickler unterstützt und gleichzeitig den Ausstieg aus fossilen Energien beschleunigt.






