Deutschland plant höhere Steuern auf Zucker, Alkohol und Plastik – was das bedeutet
Silvester SeipDeutschland plant höhere Steuern auf Zucker, Alkohol und Plastik – was das bedeutet
Die deutsche Regierung treibt ihre Pläne voran, Steuern auf Zucker, Alkohol und Kunststoffe zu erhöhen. Mit diesen Maßnahmen sollen das Haushaltsdefizit verringert und die Belastung für die gesetzlichen Krankenkassen gemildert werden. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt an, durch die neuen Regelungen Einsparungen in Höhe von 20 Milliarden Euro zu erzielen.
Ein Ausschuss hat eine gestaffelte Steuer auf zuckerhaltige Getränke wie Cola und Limonaden vorgeschlagen. Diese Zuckerabgabe ist eine von 66 Empfehlungen, die die finanzielle Belastung der öffentlichen Gesundheitsdienste verringern sollen. Die regierende Koalition aus SPD und CDU unterstützt die Idee nun – obwohl die CDU den Vorschlag noch auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt hatte.
Großbritannien führte 2018 eine ähnliche Zuckersteuer ein, die im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte. Neben der Zuckerabgabe plant Deutschland höhere Steuern auf Tabak und Alkohol sowie eine neue Kunststoffsteuer. Weitere Einsparungen sollen durch Kürzungen bei staatlichen Subventionen und Finanzhilfen erzielt werden.
Die Haushaltslücke für das Jahr 2027 ist bereits geschlossen, doch für das Folgejahr bleibt eine Finanzierungslücke bestehen. Dennoch konnte das Gesamtdefizit um mehr als die Hälfte reduziert werden und liegt nun bei unter 30 Milliarden Euro.
Die Zuckerabgabe soll voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft treten. Zusammen mit anderen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen hofft die Regierung, die Finanzen langfristig zu stabilisieren. Die Maßnahmen sollen zudem zusätzliche Mittel für die gesetzlichen Krankenversicherungen bereitstellen.






