26 April 2026, 18:29

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Straßenbahn fährt durch eine Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Strommasten, Fußgängern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut

Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr stabil bleiben. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Belastungen während der anhaltenden Energiekrise zu mildern. Doch bereits jetzt üben Fahrgastverbände scharfe Kritik an der Entscheidung als unzureichend.

Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla bestätigte die Preissperre in einer aktuellen Stellungnahme. Sie betonte die Notwendigkeit, Reisende angesichts steigender Energiekosten zu entlasten. Dennoch stieß die Ankündigung auf sofortige Ablehnung.

Der Fahrgastverband Pro Bahn bezeichnete die Maßnahme als ungenügend. Detlef Neuß, dessen ehrenamtlicher Vorsitzender, argumentierte, dass eine bloße Preisstabilisierung nicht ausreiche. Er verwies auf anhaltende Probleme wie häufige Verspätungen und flächendeckende Zugausfälle.

Neuß schlug stattdessen eine vorübergehende Senkung der Ticketpreise vor. Zudem wies er darauf hin, dass die Preise im Fernverkehr bereits je nach Strecke und Nachfrage variieren – basierend auf einem dynamischen Preissystem. Unklar bleibt, wie sich die Preissperre mit diesen schwankenden Kosten vereinbaren lässt.

Die Preisgarantie tritt am 1. Mai in Kraft und gilt für zwölf Monate. Die Deutsche Bahn hat noch nicht erläutert, wie sie in dieser Zeit mit der dynamischen Preisgestaltung umgeht. Fahrgastverbände fordern unterdessen weitergehende Reformen, um die Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit des Angebots zu verbessern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle