02 April 2026, 18:33

CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat mit einer Gruppe von Menschen in Kränzen, die Gewehre halten, mit Text oben und unten.

CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Ausschussvorsitz zurück

Frank Bommert, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburgs, ist von seinem Posten als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurückgetreten. Der Schritt folgt auf massive Kritik an einem Video, das er auf Instagram gepostet hatte und das restaurierte Wehrmacht-Motorräder aus der NS-Zeit zeigte. Der Clip wurde zwar schnell gelöscht, doch die Empörung hielt an.

In dem umstrittenen Video waren Uniformierte zu sehen, die auf historischen Militärmotorrädern der Wehrmacht fuhren. Bommert weigerte sich zunächst nach der Löschung des Posts zu einer Stellungnahme. Der Druck wuchs, als CDU-Kollegen den Inhalt scharf verurteilten. Der Fraktionsvorsitzende Steeven Bretz erklärte, er "distanziert sich in aller Deutlichkeit von Material dieser Art und dessen Verbreitung".

Die CDU sprach Bommert eine offizielle Rüge aus, verzichtete jedoch auf weitere Sanktionen oder den Entzug seiner Parteifunktionen. Bretz kündigte eine interne Aufarbeitung sowie ein persönliches Gespräch mit dem Abgeordneten an. Für Bommert ist dies nicht der erste Eklat in diesem Jahr – bereits zuvor war er in die Kritik geraten, weil er in einem WhatsApp-Status Politiker anderer Parteien als seine Favoriten nannte, ohne CDU-Vertreter zu erwähnen.

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In den vergangenen fünf Jahren gab es bei der brandenburgischen CDU keine öffentlichen Rügen gegen Mitglieder wegen vergleichbarer historischer oder politischer Fehltritte.

Bommerts Rücktritt als Ausschussvorsitzender ist die erste direkte Konsequenz des Vorfalls. Die CDU hat zwar Missfallen geäußert, auf schärfere Maßnahmen aber verzichtet. In den kommenden Tagen sollen interne Gespräche die Angelegenheit weiter klären.

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