23 April 2026, 02:27

Brandenburgs Landtag diskutiert über Spritpreise und Ölkrise in Schwedt

Eine Liniengrafik mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten" auf einem weißen Hintergrund zeigt zwei Linien: eine stetig ansteigende blaue Linie, die den sinkenden Kraftstoffpreis über die Zeit darstellt, und eine etwas höhere grüne Linie, die steigende Preise darstellt.

Brandenburgs Landtag diskutiert über Spritpreise und Ölkrise in Schwedt

Brandenburgs Landtag debattiert am Donnerstag über steigende Spritpreise und deren wirtschaftliche Folgen. Die Diskussion findet vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten statt, der die Öl- und Gaspreise stark in die Höhe treibt. Die Abgeordneten werden zudem erörtern, wie sich der Stopp der kasachischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline auf die PCK-Raffinerie in Schwedt auswirkt.

Die rot-rot-grüne Landesregierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um Autofahrer zu entlasten: Die Steuern auf Diesel und Benzin werden vorläufig um etwa 17 Cent pro Liter (brutto) gesenkt. Im Mittelpunkt der Debatte steht jedoch die Frage, welche Konsequenzen die unterbrochenen Öllieferungen für Schwedt haben, wo der Raffineriebetrieb PCK mit möglichen Produktionskürzungen konfrontiert ist.

Falls das kasachische Öl weiterhin ausbleibt, könnte die Auslastung der Raffinerie auf 65 Prozent sinken, warnt Danny Ruthenburg, Vorsitzender des Betriebsrats von PCK. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zeigt sich hingegen optimistisch und betont, dass die Produktion in Schwedt aufrechterhalten werden solle. Das Ministerium prüft derzeit alternative Versorgungswege über die Häfen von Danzig und Rostock.

Neben den akuten Lieferengpässen werden die Abgeordneten die grundsätzlichen Ursachen für die hohen Sprit- und Energiepreise behandeln. Mögliche Gegenmaßnahmen zur Stabilisierung der Preise stehen ebenfalls auf der Tagesordnung.

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Ziel der Debatte ist es, die Auswirkungen der Ölversorgungskrise und der steigenden Kraftstoffpreise auf Brandenburgs Wirtschaft zu klären. Da bereits Steuererleichterungen beschlossen wurden, suchen Politik und Verwaltung nun nach langfristigen Lösungen. Die Ergebnisse könnten künftige Energiepolitiken und die Unterstützung für betroffene Branchen prägen.

Quelle