13 March 2026, 17:02

Asse-Endlager: Bergung von 126.000 Atommüllfässern auf unbestimmte Zeit verschoben

Eine Luftaufnahme eines Kernstandorts in einem Wald, mit Rauch, der aus Gebäuden und Bäumen aufsteigt, und Text, der darauf hinweist, dass der Standort abgerissen wird.

Verwaiste Kernbrennstoffendlager Asse - Beginn der Bergung verschoben - Asse-Endlager: Bergung von 126.000 Atommüllfässern auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Pläne zur Bergung von 126.000 Fässern mit radioaktivem Abfall aus dem Atomlager Asse wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat ihren bisherigen Zeitplan aufgegeben, wodurch die Stilllegung der Anlage in der Schwebe bleibt.

Das Endlager Asse, das zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren genutzt wurde, enthält schwach- und mittelradioaktive Abfälle in 13 unterirdischen Kammern. 2020 hatte die BGE vorgeschlagen, die Bergung ab 2033 zu beginnen – mit vorläufigen Kosten von über drei Milliarden Euro. Nun gibt die Behörde jedoch zu, dass dieser Plan lediglich ein grober Entwurf war, dem detaillierte Vorbereitungen fehlten.

Nach Bundesrecht muss Asse unverzüglich stillgelegt werden, wobei die Verantwortung bei der BGE liegt. Seit 2017 koordiniert die Behörde die Arbeiten und hat damit frühere Institutionen wie die GSF und das BfS abgelöst. Die Bundesregierung finanziert das Vorhaben, während rechtliche Anpassungen durch das Asse-Gesetz von 2023 eine vollständige Bergung bis in die 2030er-Jahre vorschreiben.

Die BGE begründete die Aufgabe des ursprünglichen Zeitplans mit anhaltenden Unwägbarkeiten. Eine Aktualisierung der überarbeiteten Planung wird für April erwartet, doch ein neuer Starttermin steht noch nicht fest.

Durch die unbestimmte Verzögerung bleibt die Bergung der 126.000 Abfallfässer ungelöst. Ohne neuen Fahrplan kommt der Stilllegungsprozess nicht voran. Der nächste Bericht der BGE im April könnte weitere Klarheit über das weitere Vorgehen bringen.

Quelle