Aiwanger will mit CSU enger kooperieren – aber ohne festes Bündnis
Antoinette HettnerAiwanger will mit CSU enger kooperieren – aber ohne festes Bündnis
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, hat sich für eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) ausgesprochen. Seine Äußerungen folgen einem Vorstoß des ehemaligen CSU-Funktionärs Peter Gauweiler, der ein formelles Bündnis zwischen beiden Parteien vorgeschlagen hatte. Aiwanger sieht jedoch praktische Hindernisse für eine solche Partnerschaft.
Er räumte ein, dass ein direktes Bündnis zwischen Freien Wählern und CSU in der Umsetzung auf Schwierigkeiten stoßen würde. Die Reaktion der Union bezeichnete er bisher als "kühle Distanz" – ein Zeichen für mangelnde Begeisterung auf Seiten der CSU. Stattdessen schlug er einen schrittweisen Ansatz vor: die Ausweitung der bereits bestehenden Kooperationsmodelle in Bayern.
Seine Strategie basiert auf dem Prinzip "Getrennt marschieren, vereint zuschlagen". Damit könnten beide Parteien ihre Unabhängigkeit wahren, sich aber in zentralen Fragen zusammenschließen. Ziel ist es, dem von Aiwanger kritisierten "zunehmenden Linksruck in der Politik" entgegenzuwirken und liberal-konservativen Wählern in ganz Deutschland und Bayern eine klare Alternative zu bieten.
Die Freien Wähler streben zudem an, in jedem Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Aiwanger ist überzeugt, dass stärkere strategische Bindungen an die Union (CDU/CSU) seiner Partei zu bundesweitem Erfolg verhelfen könnten. Gleichzeitig betonte er, dass die Freien Wähler ihre eigene Stärke weiter ausbauen müssten, statt sich allein auf Bündnisse zu verlassen.
Der Vorstoß deutet auf eine mögliche Verschiebung der politischen Landschaft in Bayern hin. Zwar bleibt ein vollständiges Bündnis ungewiss, doch eine engere Zusammenarbeit könnte die konservative Politik in der Region neu prägen. Aiwangers Fokus liegt darauf, den Einfluss der Freien Wähler auszubauen – bei gleichzeitiger Offenhaltung strategischer Optionen.






