11 March 2026, 16:28

A-Nord-Projekt stockt: Neue Trassenprüfung verzögert Windstrom-Leitung

Eine Straße mit Stromleitungen, die entlang verläuft, umgeben von saftigem Grün und Bäumen, mit hohen Türmen und Drähten im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

A-Nord-Projekt stockt: Neue Trassenprüfung verzögert Windstrom-Leitung

Pläne für die Erdverkabelung A-Nord verzögern sich – Route wird neu geprüft

Die Pläne für die unterirdische Gleichstromverbindung A-Nord stehen vor Verzögerungen und einer erneuten Prüfung. Das 300 Kilometer lange Kabel, das ab 2025 Windstrom aus der Nordsee durch Deutschland transportieren soll, muss nun weiteren Trassenbewertungen unterzogen werden. Nach Bedenken der Stadt Nordhorn haben die Behörden zusätzliche Gutachten angeordnet.

Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, muss ein 1.000 Meter breiter Vorzugskorridor in einem detaillierten Verfahren festgelegt werden. Der Projektentwickler Amprion GmbH hatte zunächst eine westliche Route bevorzugt, die am östlichen Stadtrand von Nordhorn vorbeiführen sollte. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf Kritik lokaler Vertreter, die befürchteten, dass die Trasse die künftige Entwicklung der Stadt beeinträchtigen würde.

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Die Bundesnetzagentur hat Amprion nun angewiesen, alternative Querungen und kleinere Anpassungen für den Abschnitt C der Strecke zu prüfen. Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling und Stadtbaurat Thimo Weitemeier begrüßten die Entscheidung und wiesen darauf hin, dass frühere Untersuchungen mögliche Alternativen möglicherweise übersehen hätten.

Sobald das Kabel verlegt ist, bleibt oberhalb der Trasse ein dauerhaftes Bauverbot in einer Breite von 24 Metern bestehen. Ziel des Projekts ist es, Windenergie aus Norddeutschland in den Westen und Süden des Landes zu transportieren. Doch der genaue Verlauf der Strecke steht weiter infrage, während die zusätzlichen Prüfungen laufen.

Durch das Eingreifen der Bundesnetzagentur muss Amprion nun weitere Trassenvarianten bewerten. Die Bedenken Nordhorns haben eine genauere Untersuchung zur Folge, wie das Kabel städtische Entwicklungspläne schonen könnte. Die Ergebnisse werden entscheiden, wo die 300 Kilometer lange Leitung verlegt wird – und welche Auswirkungen sie auf die umliegende Region haben wird.

Quelle