20.000 Menschen fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Solidarität mit dem Iran
Antoinette HettnerInternationaler Frauentag in Berlin: Laute Demonstration für mehr Rechte - 20.000 Menschen fordern am Frauentag in Berlin Gleichberechtigung und Solidarität mit dem Iran
Tausende Demonstrantinnen und Demonstranten sind am Internationalen Frauentag in Berlin auf die Straße gegangen. Bei dem Marsch forderten sie Gleichberechtigung der Geschlechter und protestierten gegen Gewalt und Diskriminierung, denen Frauen weltweit ausgesetzt sind. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten zudem ihre Solidarität mit der Widerstandsbewegung im Iran.
Die Berliner Polizei schätzte die Zahl der Demonstrierenden auf bis zu 20.000 Menschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von einem Bündnis aus Gewerkschaften, Frauenverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Protestierenden trugen Plakate, auf denen sie ein Ende der Diskriminierung am Arbeitsplatz und die Ablehnung geplanter Vorschläge für eine Wehrpflicht für Frauen forderten.
Sprüche wie "Frau, Leben, Freiheit" und "Solidarität mit dem Widerstand im Iran" prägten das Bild der Demonstration. Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), kritisierte die Bundesregierung dafür, den Sozialstaat zu schwächen. Gleichzeitig forderte sie strengere gesetzliche Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Der Marsch vereinte Aktivistinnen und Aktivisten aus unterschiedlichen Bereichen und lenkte die Aufmerksamkeit auf lokale wie internationale Kämpfe für Frauenrechte.
Die Berliner Demonstration rückte die anhaltende Ungleichheit der Geschlechter und die Diskriminierung von Frauen im Berufsleben in den Fokus der Öffentlichkeit. Veranstalterinnen und Teilnehmer nutzten die Kundgebung zudem, um ihre Verbundenheit mit Frauenbewegungen über die Grenzen Deutschlands hinaus zu zeigen. Die Polizei bestätigte, dass die Proteste den gesamten Tag über friedlich verliefen.






