Wolfsburg rettet das Heilig-Geist-Ensemble mit einer Million Euro und neuer Stiftung
Antoinette HettnerWolfsburg rettet das Heilig-Geist-Ensemble mit einer Million Euro und neuer Stiftung
Wolfsburg unternimmt Schritte, um das historische Heilig-Geist-Ensemble zu erhalten und neu zu beleben. Die Stadt plant, bis zu eine Million Euro in eine Stiftung einzubringen, die sich der Restaurierung des Bauwerks widmet. Nach Angaben der Verantwortlichen soll das Projekt das kulturelle Erbe des Ortes bewahren und gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Das Heilig-Geist-Ensemble, ein Wahrzeichen Wolfsburgs, wird im Rahmen einer neuen Initiative konserviert und umgenutzt. Der Stadtrat stimmt am 13. Mai über den Beitritt zur Forum-Alvar-Aalto-Stiftung ab, die das Vorhaben koordinieren soll. Zuvor müssen jedoch Machbarkeitsstudien zu den Sanierungskosten, künftigen Nutzungsmöglichkeiten und der Finanzierung abgeschlossen werden, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann unterstützt die Pläne und bezeichnet sie als Möglichkeit, die Geschichte des Ensembles zu würdigen und gleichzeitig neue Perspektiven zu schaffen. Kai-Uwe Hirschheide, Leiter der Stadtplanung, sieht in dem Projekt eine seltene Chance, das Bauwerk nachhaltig zu sanieren. Vorab muss die Evangelisch-lutherische Landeskirche jedoch das Eigentum an der Immobilie auf die Stiftung übertragen, damit das Vorhaben vorankommt.
Professor Rolf Schnellecke, Vertreter der Stiftung, betonte die Bedeutung, das Ensemble in lokaler Verantwortung und mit kommunaler Beteiligung zu erhalten. Zu den künftigen Plänen gehören kulturelle Veranstaltungen, gemeinschaftliche Wohnräume und eine Kita auf dem Gelände. Ziel ist es, den Standort zu einem lebendigen Ort für soziales und kulturelles Leben umzugestalten, ohne seine architektonische Bedeutung zu beeinträchtigen.
Das Projekt hängt von der finanziellen Zusage der Stadt und der Eigentumsübertragung durch die Kirche ab. Bei einer Genehmigung soll das Heilig-Geist-Ensemble zu einem öffentlichen Raum werden, der Tradition und moderne Nutzung verbindet. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie detaillierte Studien und Ratsbeschlüsse die nächsten Schritte prägen.






